Seit Mitte der 1990er Jahre steht das Magnet-Kaufhaus leer. Schöner wurde der Anblick davon natürlich nicht. Mit Brettern vernagelte Fenster sind alles andere als ein Aushängeschild im Herzen der Stadt. Doch dieses Bild gehört noch in diesem Jahr der Vergangenheit an.

Von Cordula Bischoff

Zerbst. Platz für einen Neubau wird geschaffen. Die Abrissarbeiten für das ehemalige Magnet-Kaufhaus auf der Alten Brücke im Herzen der Stadt haben begonnen, die ersten Dachziegel sind bereits entsorgt.

Bauherr ist die Imega AG aus Lähden (Niedersachsen), deren Projektleiter für den Neubau in Zerbst ist Reiner Kleimann. Er sagt gegenüber der Volksstimme: "Der Abriss soll in zirka drei Wochen erledigt sein – wenn das Wetter mitspielt. Außerdem müssen wir natürlich darauf achten, dass die Nachbargebäude nicht in Mitleidenschaft gezogen werden, Vorsicht ist also geboten."

"Zunächst kommen die Denkmalpfleger, dann bauen wir."

Seit Mitte der 1990er Jahre stand das alte Gebäude aus DDR-Tagen leer, bot alles andere als einen attraktiven Anblick. Noch in diesem Jahr ist es mit der Tristesse an diesem Platz vorbei. Im September oder Oktober soll der Neubau stehen.

"Das genaue Datum für die Übergabe des Projekts kann ich heute noch nicht sagen", so Kleimann. "Wenn der Abriss fertig ist, kommen zunächst die Denkmalpfleger. Sie schauen im Boden nach, ob es dort wertvolle Funde gibt. Erst wenn die Denkmalpfleger mit ihren Arbeiten fertig sind, dürfen wir mit unseren beginnen." Und eine unbekannte Größe sei immer auch das Wetter, das zu Verzögerungen bei den Bauarbeiten führen kann.

1500 Quadratmeter Verkaufsfläche stehen mit dem Neubau, der zwei Etagen haben wird, zur Verfügung. "Das Einkaufszentrum wird Rolltreppen und auch einen Fahrstuhl haben und natürlich stehen Parkplätze ausreichend zur Verfügung", so der Projektleiter.

Ganz wichtig ist ihm, "dass wir nach den neuesten Standards bauen und das Heizungs- und Lüftungssystem wird das beste, was es derzeit gibt." Konkret gesagt wird es in seiner Energieeffizienz noch 25 bis 30 Prozent besser sein als das, was der Gesetzgeber vorschreibt. "Wir bekommen dafür sogar das EU-Zertifikat ,Green Building‘, das ist ganz hoch angesiedelt."

In den Einkaufstempel werden die Einkaufsketten KiK und Deichmann die Mieter sein, auch ein Bäcker ist dann dort zu finden.