Zerbst. "Als Kind bin ich mehr oder weniger auch im Schlossgarten groß geworden, der war unser Spielgelände. Und jetzt interessiert mich die Entwicklung des Parkes und des Schlosses und die Historie rund um Katharina II.", sagt Marco Handrich.

All das hat den Zerbster Bäckermeister mit inspiriert zu einer Idee, die Realität wurde und ab morgen über den Ladentisch in der Breite geht. Der 36-Jährige hat sich überlegt, ein "Schlossbrot" zu kreieren und erntete damit nicht nur bei Ehefrau Jana, sondern sofort auch beim Vorstand des Fördervereins Schloss Zerbst viel Zustimmung. "Wir finden das große Klasse. Das ist eine Ini-tiative aus einem mal wieder ganz anderen Bereich", freut sich Fördervereins-Vorsitzender Dirk Hermann.

Von den 2,20 Euro jedes verkauften Brotes sollen zunächst ein Jahr lang 20 Cent dem Förderverein zugute kommen. Das "Schlossbrot" ist ein "Roggenflockenbrot aus Natursauerteig. Das haben wir bisher noch nicht im Angebot", so Marco Handrich.

Ein Anlass für die "Schlossbrot"-Idee ist das 175-jährige Jubiläum des Holzbackofens in der Zerbster Traditionsbäckerei. Der morgige Verkaufsstart des Brotes ist dem Gedenken an die Zerstörung von Zerbst am 16. April 1945 gewidmet, bei der auch das Schloss schwer getroffen wurde.