Zerbst (tdr). Die Entwurfsplanung zum Ausbau der Schleibank und zur Freiraumgestaltung um die Kirche St. Nicolai ist vom Zerbster Bau- und Stadtentwicklungsausschuss genehmigt worden. Nunmehr wird durch das beauftragte Planungsbüro Brosig & Mengewein die Ausführungs- und Genehmigungsplanung erarbeitet.

Diese soll im Mai vorliegen, wie Bernd Köhler, Leiter Bauverwaltung der Stadt, mitteilte. Sie wird auch die vom Fachausschuss erteilten speziellen Kriterien berücksichtigen. So soll die Grünflächengestaltung und -bepflanzung separat ausgewiesen werden, die vorgeschlagenen Straßen- und Wegeleuchten sollen dem Stadtrat vorab in Mustern vorgestellt werden, und zu sämtlichen sieben einstigen und heutigen Portalen oder Öffnungen der Kirchenruine sollen Wegeverbindungen vorgesehen oder unkompliziert herstellbar sein, sofern sie vom Eigentümer der Kirche in der Zukunft einmal geöffnet werden sollten. Aktuell sind vier Portale und Türen offen, die Kirche hat weitere drei vermauerte Öffnungen.

In der kommenden Woche soll abschließende Klarheit zur Finanzierung des Projektes hergestellt werden. Neben Mitteln des Stadtumbauprogrammes und Eigenmitteln der Stadt sind auch Eigenmittel der Ev. Kirchgemeinde St. Trinitatis/St. Nicolai kalkuliert worden. Doch schon vor Monaten hatte die Kirchgemeinde erklärt, eine Anteilsfinanzierung nicht aufbringen zu können. Dem Vernehmen nach soll der kirchliche Anteil an den Arbeiten zur Umgestaltung des Gebietes rings um die Kirche St. Nicolai bei deutlich über 100 000 Euro liegen. Kann die Kirchgemeinde diesen Anteil tatsächlich nicht aufbringen, wäre zu überlegen, ob die Stadt deren Anteil nehmen könnte oder andere Quellen erschlossen werden können.

Alternative wäre, die Planung der Freiraumgestaltung zu stoppen und als Entwurfsplanung für eine spätere Ausführung in Reserve zu halten. Dann allerdings würde in dem Bereich lediglich die Bushaltestelle und die Schleibank als Anliegerstraße neu ausgebaut. Über diese Variation des Gesamtprojektes wird bislang nicht offiziell diskutiert. Sie würde das Ziel, die neu gestalteten Bereiche Heide und Markt zu verbinden, verfehlen.