Der Tradition des Maibaumrichtens folgten am 30. April die Bürger in den Ortschaften. Einher gingen Fackelumzüge und zünftige Maifeiern.

Loburg/Rosian/Hobeck. Etwas war anders in diesem Jahr. Die Kameraden der Loburger Feuerwehr wollten das Aufstellen des großen Maibaumes ein bisschen sicherer machen als in der Vergangenheit. Ein ziemlich robuster Ständer wurde platziert, an dem der Baum Halt finden sollte. Das graue Gerüst hatte Jörg Sakowski in Eigenleistung zusammengebaut und, siehe da, es machte die wackelige Angelegenheit nicht nur sicherer, sondern es ging gleich viel schneller, den Baum aufzurichten.

Alsbald baumelte der Maikranz in der Krone. Im Kranzbinden hatten sich wieder die Frauen des Feuerwehrfördervereins bewiesen, die unter fachlicher Anleitung von Ulf Drzymala rund zwei Stunden daran gewerkelt hatten.

Und noch etwas war anders in diesem Jahr: Der Umzug, den der vom Feuerwehrverein finanzierte Fanfarenzug Lindau anführte, endete nicht wie sonst auf dem Marktplatz, sondern am Feuerwehrgerätehaus – aus organisatorischen Gründen. So sollte es eine Straße weiter für den Feuerwehrverein leichter sein, für das leibliche Wohl der Leute zu sorgen. Und auch bei schlechtem Wetter wäre für Unterschlupf gesorgt gewesen.

Fast an die Loburger Baumgröße heranreichend, hatten auch die Rosianer mit einem ziemlich großen Exemplar an Maibaum zu kämpfen. Aktive und passive Kameraden der Rosianer Feuerwehr nahmen hier die langen Stangen in die Hand, um gemeinsam Stück für Stück, den Baum in die Senkrechte zu bringen. Jedes Jahr gibt dabei Günther Bollmann, der in diesem Jahr schon für 50 Jahre Feuerwehrzugehörigkeit geehrt wurde, das Kommando.

In Rosian waren es die Powerfrauen der Sportgemeinschaft, die im Vorfeld des 1. Mai, ihre Trainingszeit nutzten, um den Maikranz zu binden. Der war mit farbenfrohen Bändern versehen. Als diese im Wind wehten und der Baum befestigt war, prosteten sich die Kameraden mit "Gut Wehr" zu. Am Feuerwehrgerätehaus waren Zelte aufgebaut. Nach und nach kamen die Rosianer herbei, um den Abend gemütlich unterm Maibaum bei Gegrilltem und Getränken ausklingen zu lassen.

Treffpunkt Festplatz hieß es am Freitagabend auch in Hobeck. Das Aufstellen des Maibaums wurde von den Ho- becker Blauröcken vorgenom- men. Recht zahlreich waren die Familien gekommen, um mit Lampions und Fackeln der Feuerwehr durch das Dorf zu folgen. In der Hobecker Festhalle, dem einstigen Garagenkomplex, traf man sich anschließend zum gemütlichen Beisammensein bei Musik, Tanz und Einlagen.