Magdeburg l Nachdem der Verkauf des Strandbades vom Tisch ist, plant die Stadt als alte und neue Betreiberin für die nächsten heißen Tage. Heiß diskutiertes Thema im vergangenen Sommer waren die dunkel gekleideten Kon-trolleure, die im Auftrag der Verwaltung strandauf, strandab die Besucher nach gültigen Eintrittskarten fragten. Wer keine vorzeigen konnte, musste entweder nachzahlen oder anderswo Abkühlung suchen. Manch Kritiker bezweifelte den Nutzen der Kontrollen, konkret ob die Ausgaben für den externen Sicherheitsdienst die potenziellen Mehreinnahmen rechtfertigen würden.

Aus Sicht der Stadtverwaltung lautet die Antwort darauf: Ja. "Die Besucherkontrollen durch das externe Sicherheitspersonal haben sowohl positive Reaktionen bei den ordnungsgemäß zahlenden Besuchern als auch positive Auswirkungen auf die Einnahmen hervorgebracht", erklärt Rathaussprecher Michael Reif auf Volksstimme-Nachfrage. Da das Strandbad auf einer Länge von gut 1,5 Kilometer nicht eingezäunt sei, würden die "fliegenden Kassen" eine bessere Kontrolle ermöglichen. Ihr Einsatz rechne sich dabei nicht nur durch die Nachkassierungen, sondern insbesondere auch durch den Abschreckungseffekt, so Reif weiter.

Allein in absoluten Zahlen ausdrücken lasse sich der Erfolg seiner Aussage nach nicht. Ein direktes Aufrechnen von Kosten und Einnahmen sei nicht möglich, weil es im Vergleich mit den Vorjahren u.a. zu wetterbedingten Schwankungen komme. Dennoch: "Die Stadtverwaltung plant auch für die Saison 2014 mit `fliegenden Kassen`. Detaillierte Rahmenbedingungen werden gerade vorbereitet", stellt Reif fest.

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