Magdeburg (pl) | Seit über 20 Jahren beglückt Max Goldt seine Anhängerschaft mit gewitzten Kolumnen, charmanten Preziosen und originellen Kuriositäten. Sein Ton in den namenlosen Kolumnen war lange prägend für das Satire-Magazin "Titanic". Er braucht nur wenige Sätze, um zusammenzuführen, was nicht wirklich zusammengehört.

Vermeintliche Nebenschauplätze des Lebens schiebt er fulminant in das Auge des Betrachters. Wie zum Beispiel das bei Rot stehenbleiben: für ihn nicht einfach ein vernünftiges Unterfangen, sondern ein dankbar angenommenes Innehalten für die gehetzte Seele. Diesen "Zeitsnack" knabbere er gerne, natürlich nur, wenn keine Kinder in der Nähe sind. Dann "...gehe ich bei Rot, damit sie rufen können: \'Sie sind aber ein schlechtes Vorbild\'. Das wurde ihnen von Erziehern einprogrammiert, und man muss den Kindern die Gelegenheit geben, das Gelernte abzurufen."

Wie Recht er hat! Nun gastiert der Ausnahmeautor mit "Schade um die schöne Verschwendung!" endlich wieder auf dem Moritzhof. Am heutigen Donnerstag, 15. Mai, kommt Goldt auf den Magdeburger Moritzhof am Moritzplatz und liest aus seinem aktuellen Buch "Die Chefin verzichtet", so wie neue und alte Texte. Los geht der literarische Abend um 20 Uhr.