Magdeburg l Welcher Bart wohl am besten zu Kaiser Otto gepasst hätte? Das war die spannende Frage. Elf Kandidaten gingen am Sonnabend im Friseurmuseum an der Walbecker Straße ins Rennen. Dabei hatten die Magdeburger Bärte es wirklich schwer, denn haarige Konkurrenz aus Bayern trat mit an: Mehrfachweltmeister in der Bartkunst, darunter Gari und Ernst vom ostbayerischen Bartclub mit ihren beeindruckenden Rauschebärten.

Gut möglich. So hätte Kaiser Otto anno dazumal durch die Lande gereist sein können. Aber: Am Ende wollte das Publikum doch nur einen mit der Kaiserkrone: Burkhard Hofmann, ganz Bartamateur, 66 Jahre alt, Magdeburger - und wie geschaffen für das Bartgesicht unter der golden glänzenden Messingkrone, die Gastgeberin Barbara Psoch extra anfertigen ließ. "Einfach toll!" So fühlte sich Burkhard Hofmann nach seiner Kaiserkrönung, die wahrlich krönender Abschluss eines unterhaltsamen Nachmittags war. Da war es zunächst darum gegangen, den Magdeburger Superbart zu küren.

Eine Fachkundige Jury war extra angereist. Vom Ostbayerischen Bart- und Schnauzerclub 1996 e. V., dessen bärtige Herren schon zahllose (Welt-)Meisterschaften gewonnen haben. Fünf vom Verein saßen schließlich in der Jury, drei Frauen und zwei Männer. Zwirbel, Schnauzer oder Kinn- und Backenbart: Es komme nicht auf die Größe an, betonte Präsident Willi Preuß. Vielmehr müsse der Bart zum Gesicht und "zum ganzen Kerl passen". Und freilich gut gepflegt sein. Acht Bewerber um den Superbart gingen ins Rennen. Dietmar Dohms aus Klein Ammensleben entschied es am Ende für sich. Sein Musketier-Bart beeindruckte nicht nur die Profis. "Das macht mich schon stolz, denn der Bart ist seit 23 Jahren mein Markenzeichen", berichtet der neue Bartmeister.

   

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