Magdeburg l Etwa ein halbes Jahr müssen Autofahrer auf dem Kirschweg und auf dem Lorenzweg ab kommender Woche mit Behinderungen klarkommen. Die nach Information der Stadtverwaltung dringend notwendige Sanierung der beiden Brücken über den Magdeburger Ring soll am Montag beginnen. Und das bedeutet: Vollsperrung auf den beiden Straßen an den Überquerungen über die Hauptverkehrsstraße durch Magdeburg.

Standsicherheit am Lorenzweg beeinträchtigt

Geplant ist für die Lorenzwegbrücke, Risse zu sanieren und den Beton instand zu setzen. Zudem sollen die Übergänge der Fahrbahn und Randkappen auf Vordermann gebracht werden. Auch Stahlbeton-, Abdichtungs- und Straßenbauarbeiten gehören zu den Aufgaben, die in dieser Zeit erledigt werden sollen. Die Brücke wurde 1994 gebaut und ist eine wichtige Verbindung zwischen der Lüneburger Straße und der Straße Am Neustädter Feld. Prüfer hatten erhebliche Schäden festgestellt und die Standsicherheit beeinträchtigt gesehen.

Während Autos in der gesamten Bauzeit die Brücke nicht passieren können, bleibt der Weg für Fußgänger frei. Die ausgeschilderte Umleitung erfolgt über Lüneburger Straße, Gareisstraße, Walther-Rathenau-Straße, Albert-Vater-Straße und die Straße An der Steinkuhle und in der Gegenrichtung. Die Höchstgeschwindigkeit auf dem Magdeburger Ring wird im Baustellenbereich in beide Fahrtrichtungen auf Tempo 60 reduziert. Im Verlauf der rund sechsmonatigen Bauzeit werden auch Fahrbahneinschränkungen auf dem Ring - sprich eine Verringerung von Fahrspuren - notwendig.

An der Brücke im Kirschweg sollen vor allem die Lager und Widerlager sowie der Mittelpfeiler, der Fahrbahnübergang und die Betonsichtflächen grundlegend instand gesetzt werden. Diese Brücke wurde 1974 im Zusammenhang mit dem Bau des Magdeburger Rings errichtet. Bei der jüngsten Bauwerksprüfung hatten Fachleute erhebliche Schäden festgestellt, die die umfassende Instandsetzung erforderlich machen.

Einspurig auf dem Ring an der Kirschweg-Brücke

Auch diese Kirschweg-Brücke wird während der kompletten Bauzeit für den Autoverkehr voll gesperrt. Die Zufahrt zur Gasreglerstation und der Tischlerei Böhme ist gewährleistet. Fußgänger können das Bauwerk im Kirschweg passieren. Die ausgeschilderte Umleitung für den Autoverkehr aus Reform erfolgt über den Magdeburger Ring und die Brenneckestraße. Kraftfahrer aus Richtung Lemsdorf werden über den Magdeburger Ring und die Salbker Chaussee umgeleitet. Während der gesamten Arbeiten ist der Ring im Baustellenbereich in beide Fahrtrichtungen nur mit Tempo 60 und einspurig befahrbar.

Zu den insgesamt rund 1,8 Millionen Euro Baukosten steuern Bund und EU 80 Prozent bei.