Alle Porträts auch unter: www.stadtmarketing-magdeburg.de

Wer einmal ein Otto war, der bleibt es oft - mit Leib und Seele, auch wenn er seiner Heimatstadt für eine gewisse Zeit den Rücken kehrt. In der neuen Serie von Volksstimme und Stadtmarketingverein ProM erzählen Magdeburger, warum sie zurückgekommen sind. Heute: Heiko Paelecke.

"Magdeburg ist konkurrenzfähig durch die Funktion als Landeshauptstadt und die universitäre Stellung. Sie ist auch Wissenschaftsstandort und das strahlt auf die Wirtschaft aus." Dennoch wünscht sich Heiko Pae­lecke für die Ottostadt Magdeburg, "dass sich Wirtschaft und Wissenschaft noch stärker miteinander verbinden. Adäquate Jobs fehlen noch, und die zu schaffen, ist eine Riesenaufgabe." Der gebürtige Magdeburger arbeitet seit Mitte der 1990er Jahre im Firmenkundengeschäft von Banken und kennt daher viele Unternehmen in Sachsen-Anhalt. Als er die Stadt das erste Mal verließ, war er noch ein Kind. "Meine Familie ist damals nach Völpke gezogen. Dort bin ich aufgewachsen." Nach dem Wehrdienst zog er nach Berlin, um dort Volkswirtschaft zu studieren. "Dennoch hatte ich immer Kontakte nach Magdeburg." Beim Schwermaschinenbau-Kombinat Ernst Thälmann (Sket) absolvierte er ein Praktikum und erhielt hier nach dem Studium seine erste Anstellung. Dafür kehrte er schließlich nach Magdeburg zurück. Doch mit der Wende änderte er seine Zukunftspläne: "Ich habe die Entwicklung von Sket nicht abgewartet und mich daher beim Euro-Info-Center der Handwerkskammer als Unternehmensberater beworben." Nach anderthalb Jahren im Dienste der hiesigen Unternehmen wechselte er zur Norddeutschen Landesbank und absolvierte ein Trainee-Programm in Hannover, Braunschweig und Helmstedt. Dann wurde seine Tochter geboren und er und seine Frau überlegten, wo die Kleine aufwachsen soll. "Wir entschieden uns für Magdeburg", so der Familienvater. Im Jahr 2012 erhielt er einen führenden Posten bei der Bürgschaftsbank Sachsen-Anhalt beziehungsweise der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft Sachsen-Anhalt und unterstützt seither wieder die regionalen Unternehmen. Die Stärken Magdeburgs sieht der Volkswirt bei den mittelständischen Unternehmen: "Wir haben einen stabilen Mittelstand, leider fehlen immer noch in der Breite hochqualifizierte Jobangebote. Daher ist es toll, dass zum Beispiel der Softwareriese IBM einen Standort hier in Magdeburg eröffnet hat." Heiko Paelecke ist ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Privatleben und Job wichtig. Eine gemeinsame Auszeit nimmt sich die Familie in der Magdeburger Kulturszene. "Man muss nicht nach Berlin fahren, um einen schönen Abend zu haben. Ob Puppentheater oder Schauspielhaus - hier wird sehr viel Kreativität versprüht und Internationalität verbreitet."

Morgen: Immobilienkaufmann Oliver Tschirn

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