Magdeburg/Hohenwarthe l Mit erheblichen Behinderungen müssen Autofahrer ab der ersten Novemberwoche auf der Autobahn A2 rechnen. Bis voraussichtlich kurz vor Weihnachten gibt es zwischen den Anschlusstellen Rothensee und Lostau Bauarbeiten.

Grund: An der 330 Meter langen Brücke über die Elbe sind Risse an den Schweißnähten aufgetreten. Betroffen sind sowohl die nördliche Brücke mit dem Verkehr in Richtung Hannover als auch die südliche mit dem Verkehr in Fahrtrichtung Berlin.

Bis voraussichtlich Ende November steht zunächst die Nordbrücke auf dem Bauplan, so dass der Verkehr in beiden Richtungen über die Südbrücke geführt wird. Für den Superstau rund um Magdeburg dürfte dabei sorgen, dass für diesen Zeitraum in Höhe der Baustelle pro Richtung nur eine Fahrspur zur Verfügung stehen wird.

Verkehrsbehinderungen vermutlich ab 3. November


Im Einzelnen handelt es sich um Risse im oberen Bereich der Hohlkammer der Stahlkonzentration, konzentriert auf eine Länge von 60 bis 80 Metern in den Mittelteilen der beiden parallel verlaufenden Brücken. In dieser Woche haben Fachleute in der Hohlkammer unterhalb der Fahrbahn bereits damit begonnen, in der mehr als vier Meter hohen Konstruktion das Gerüst für die Schweißarbeiten aufzubauen. Die Spannbetonbrücken im Vorlandbereich sind nicht von den Schäden betroffen – angesichts des Höhenunterschieds zwischen den Brücken beträgt die für den Verkehr beeinträchtigte Strecke rund vier Kilometer.

Die Auf- und Abfahrt ist in beiden Richtungen in Lostau möglich, in Magdeburg Rothensee ist während des ersten Bauabschnitts die Abfahrt aus Richtung Berlin kommend nicht möglich. Beginn der Verkehrsbehinderungen dürfte der 3. November sein, wenn die Betongleitwände in der Mitte der Richtungsfahrbahn nach Berlin aufgestellt wird.

Ursachen für Schaden an Autobahn 2 unklar


Die Sperrung der Brücken ist erforderlich, da die durch die Autos auftretenden Schwingungen das Schweißen unmöglich machen. Da die ganztägigen Arbeiten im Hohlkasten unterhalb der Fahrbahn erfolgen, sind sie für die Autofahrer auf der benachbarten Fahrbahn nicht sichtbar.

Nach Auskunft des amtierenden Präsidenten der Landesstraßenbaubehörde von Sachsen-Anhalt, Uwe Langkammer, waren die Schäden bei einer turnusmäßigen Brückenuntersuchung vor knapp vier Wochen festgestellt worden. "Die Ursache ist bisher nicht bekannt, wird aber bereits intensiv untersucht", sagt Uwe Langkammer. "Auf Grund des Schadensbilds und um größere Folgeschäden zu vermeiden, ist eine Sofortreparatur unumgänglich", ergänzt der amtierende Präsident der Landesbehörde.

Sprich: Wenn jetzt nichts getan wird, könnte in naher Zukunft eine Vollsperrung erforderlich werden. Mit den Behörden in den benachbarten Bundesländern sollen sehr weiträumige Umleitungen für den Fernverkehr ausgewiesen werden über die A9/A14 und A38. Uwe Langkammer sagt: "Ich bitte alle Fahrzeugführer um Verständnis für die sehr eingeschränkte Verkehrsführung, vor allem aber um allergrößte Aufmerksamkeit."

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