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Magdeburg l Französisches Flair oder pulsierendes Leben - zwischen diesen beiden Themen bewegen sich die Entwürfe von Annett Kriewald und Annett Dippe, die sie in dieser Woche interessierten Bürgern vorstellten. Da dem "ziemlich trostlosen" Platz vor dem Gesundheitsamt (O-Ton Anlieger) sowohl das eine als auch das andere fehlt, wäre wohl jede Variante eine Verbesserung.

"Der Platz hat momentan gar keine eigene Identität", lautet das Urteil von Planerin Kriewald. Welche ihrer Ideen umgesetzt wird oder vielleicht auch beide zusammengefügt werden, steht dabei aber noch nicht fest. Jetzt geht es zunächst darum, die Meinung der Anlieger einzusammeln. "Das is jar nich so schlecht", meinte ein Anwohner nach der Präsentation, was in Magdeburger Mundart einem großen Lob nahekommt.

Was wurde aber gezeigt? Während der erste Entwurf die vorhandenen Platzstrukturen (Lindenkarree, Grünflächen, West-Ost-Achse) noch beibehält und durch kleine Akzente wie bespielbare Kunstobjekte ergänzt, bezeichnen die Planer den zweiten Vorschlag selbst als "mutig". Eine kräftig geschwungene, rote Linie aus Steinen und Blumen prägt dabei das Bild des neuen Platzes. Beiden Vorschlägen gleich ist eine allmähliche Anhebung des Platzniveaus zum Eingang des Gesundheitsamtes. "Das wurde Ende der 1970er Jahre einfach so 1,50 Meter über den Boden errichtet", erklärt Annett Kriewald.

Was bei beiden Varianten ebenfalls gleich ist: Die zwei Kioske direkt auf dem Platz sollen in die südwestliche Ecke wandern, um freien Blick auf das Gesundheitsamt zu erlangen. Denn dass das von der Straße gar nicht zu sehen ist, wurde von vielen bemängelt. Ein entsprechend großer, vielleicht sogar künstlerisch gestalteter Hinweis wäre deshalb wünschenswert, schlug Ralf Thiem vor. Er verwies auf den übergroßen Schriftzug der Universität am Uniplatz.

Die Ideen der Anwohner sollen relativ schnell Eingang in die weiteren Planungen finden. Denn die halbe Million Euro für die Umgestaltung dieses sowie des Kuckhoffplatzes aus dem Förderprogramm "Aktive Stadt- und Ortsteilzentren" müssen bis 2016 abgerechnet sein. Das heißt, dass bis dahin auch der Platz sein neues Aussehen haben wird. Je nach Wetterlage könnte bereits Ende dieses Jahres mit den Arbeiten begonnen werden. Welcher Entwurf letztendlich umgesetzt wird, darüber werde man rechtzeitig informieren, versprach Geschäftsstraßenmanagerin Birgit Schmidt. Außerdem möchte sie mit den Neustädtern einen Namen für den Platz finden.