Magdeburg (rs) Der Kaiser-Otto-Preis der Landeshauptstadt geht in diesem Jahr an die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa OSZE. Erstmals wird damit keine Person, sondern eine Organisation ausgezeichnet. Die Stadt Magdeburg würdigt damit die Verdienste der OSZE um die europäische Verständigung und Einigung. Hintergrund sei der Ukraine-Konflikt und die Vermittlerrolle der OSZ, hieß es. Die Entscheidung für die Vergabe des Preises traf eine Jury. Es solle mit der Preisvergabe auch ein Zeichen für Frieden in Europa gesetzt werden. Der Preis wird auf einem Festakt im Magdeburger Dom verliehen. Die Festrede soll Außenminister Frank-Walter Steinmeier halten. Auch die Außenminister aus der Schweiz und aus Serbien haben sich zur Preisverleihung angesagt.

Der Kaiser-Otto-Preis wurde 2005 aus Anlass des 1200-jährigen Stadtjubiläums zum ersten Mal vergeben. Magdeburg erinnert mit dem Kaiser-Otto-Preis an die Verdienste Ottos des Großen und würdigt Persönlichkeiten, die sich um den europäischen Einigungsprozess besonders im Hinblick auf die ost- und südosteuropäischen Staaten und die Förderung des europäischen Gedankens verdient gemacht haben.

Bisherige Preisträger waren.

2005 Richard von Weizsäcker, Bundespräsident a. D.;
2007 Vaira Vike-Freiberga, Präsidentin Lettlands
2009 Wladyslaw Bartoszewski, Ehemaliger polnischer
Außenminister
2011 Angela Merkel, Bundeskanzlerin;
2013 Egon Bahr, SPD-Politiker, Minister a. D.