Magdeburg l In Magdeburg liegt die Baugewerbedichte unter der vieler anderer Landkreise und der Stadt Dessau- Roßlau. Das geht aus den vom Statistischen Landesamt Sachsen-Anhalt veröffentlichten Zahlen hervor. Unter der Baugewerbedichte ist das Verhältnis der in dieser Branche sozialversicherungspflichtig Beschäftigten zu 1000 Einwohnern zu verstehen, erläutert die Landesbehörde auf ihrer Internetseite.

Das Baugewerbe umfasse dabei jene Betriebe, die hauptsächlich Leistungen im Bereich der Herstellung, Instandsetzung, Instandhaltung, Änderung oder Beseitigung von Bauwerken erbringen. Die sozialversicherungspflichtig Beschäftigten werden am Arbeitsort gezählt. Die Baugewerbedichte soll Aufschluss über die Bedeutung des Baugewerbes im regionalen und zeitlichen Vergleich geben. Das Baugewerbe sei in starkem Maße von konjunkturellen und strukturellen wirtschaftlichen Entwicklungen abhängig, so das Statistische Landesamt.

Was Magdeburg angeht, so wird beim Blick auf die Zahlen der vergangenen Jahre deutlich, dass das Baugewerbe in der Landeshauptstadt an Bedeutung verloren hat: Im Jahr 2000 kamen noch 43,3 Beschäftigte im Baugewerbe auf 1000 Einwohner, im Jahr 2004 waren es genau 30.

Gesunken ist der Anteil der Beschäftigten dieses Bereichs auch in den anderen kreisfreien Städten und in den Landkreisen - in vielen Fällen fiel dieser Rückgang aber wesentlich geringer aus: So ging die Baugewerbedichte im Jerichower Land seit 2000 von 41,5 auf 37,7 in 2014 zurück.

Die Bauwirtschaft iist sehr verhalten ins neue Jahr gestartet. Mit Blick auf die öffentlichen Investitionen hatte Robert Momberg, Hauptgeschäftsführer des Bauindustrieverbandes Sachsen/Sachsen-Anhalt, gemahnt: "Angesichts des hohen Baubedarfs gerade bei der öffentlichen Infrastruktur ist diese Investitionszurückhaltung zu Jahresbeginn kontraproduktiv für das Land."