Bach in Köthen

Johann Sebastian Bach kam 1717 nach Köthen an den Hof des Fürsten Leopold von Anhalt-Köthen. Dort wirkte Bach als Kapellmeister.

1721 heiratet Bach die Sängerin Anna Magdalena, nachdem seine erste Frau gestorben war.

Nach eigenen Angaben war Bach in Köthen sehr glücklich, wechselte aber dennoch 1723 als Thomaskantor nach Leipzig.

Köthen l Einen "XXL-Abend mit lauter Werken von Bach, die in Köthen entstanden sind", kündigt Intendant Hans Georg Schäfer für das Festkonzert zum Jubiläum an. Die Köthener Bachfesttage, die 1967 zum ersten Mal stattfinden, erleben in diesem Jahr ihre 25. Auflage.

Das Festival lädt im Zwei-Jahres-Rhythmus in die anhaltische Stadt ein. Jeweils im Jahr dazwischen gibt es einen Nationalen Bach-Wettbewerb für junge Pianisten.

Während seiner Zeit am Hofe des Fürsten Leopold von Anhalt-Köthen hat Johann Sebastian Bach (1685-1750) unter anderem die Brandenburgischen Konzerte geschrieben. Die Konzerte III, IV, V und VI erklingen am 6. September in der St.-Agnes-Kirche ebenso wie zwei Suiten für das Violoncello da spalla, eine, so Schäfer, "jüngst erst entdeckte Variante des normalen Cellos", sowie die Kantate "Durchlauchtester Leopold". Die Gesamtleitung hat Sigiswald Kuijken.

Klavierkonzert mit Evgeni Koroliov

Intendant Schäfer möchte den Festtage-Gästen Programme anbieten, "nicht nur mit Stücken, die die Spatzen vom Kirchturm pfeifen, sondern auch mit neuen Sachen, die noch nicht jeder kennt. Ebenfalls mit Modernem, das zu den Bach-Werken passt". Für das kommende Festival setzt er dabei auf zwei Hauptstränge. Zum einen sind das in den großen Kirchen Abendkonzerte, "die einen sehr ernsten geistlichen Hintergrund haben". Zum anderen gibt es eine Klavierkonzert-Reihe, "zu der wir hervorragende Pianisten eingeladen haben".

Zu Letzteren gehört unter anderen der international bekannte Evgeni Koroliov, der die Goldbergvariationen spielen wird. Francesco Tristano spielt einen Auftritt mit Klavierkonzerten zusammen mit dem Kölner Kammerorchester und gestaltet zugleich die "Bach Party" im Mensakeller der Hochschule Anhalt in Köthen mit Jazz mit.

Eröffnung mit Bachs "h-Moll-Messe"

Im Eröffnungskonzert am 3. September in der St. Jakobkirche erklingt Bachs "h-Moll-Messe". "Bachs Hauptwerk ist bei den Köthener Festtagen ein Beispiel dafür, wie man ein fantastisches Stück auf verschiedene Weise darstellen kann", macht Hans Georg Schäfer auf ein neues Erlebnis des hier mehrfach aufgeführten Werkes neugierig. Unter der Leitung von Marc Minkowski kommt es mit den Les Musiciens du Louvre Grenoble und zehn Solisten anstelle eines großen Chores zur Aufführung.

Insgesamt 15 Veranstaltungen mit internationalen Künstlern und Ensembles bieten die Köthener Bachfesttage 2014. Erwartet werden wieder etwa 5000 zu 80 Prozent auswärtige Besucher. Der Gesamtetat des Festivals beträgt gut 400 000 Euro.

Der Kartenvorverkauf beginnt am 1. März.