Magdeburg (dpa) | An DDR-Heimkinder sind in Sachsen-Anhalt bereits 4,6 Millionen Euro Hilfen gezahlt worden. Laut Sozialministerium hatten sich 1900 Betroffene gemeldet. Für 600 DDR-Heimkinder wurde eine Unterstützung vereinbart.

Das Geld sollen Menschen erhalten, die durch ihren Aufenthalt in Heimen der DDR körperliche oder psychische Schäden davongetragen haben. Betroffene erhalten bis zu 10.000 Euro.

Betroffene können sich noch bis zum 30. September registrieren lassen. Der Fonds war in Sachsen-Anhalt im Sommer 2012 mit 40 Millionen Euro ausgestattet worden. Im gesamten Bundesgebiet stehen 200 Millionen Euro zur Verfügung.

In der DDR waren nach Schätzungen etwa 500.000 Menschen in Kinder und Spezial-Heimen, Jugendwerkhöfen oder Durchgangsheimen untergebracht. Mehr als 80.000 von ihnen auf dem Gebiet des heutigen Sachsen-Anhalt. Nicht alle ehemaligen Heimbewohner erlebten in dieser Zeit jedoch Unrecht und Leid.