Möckern (sze/mf) l Die Polizei aus dem Jerichower Land hat am Montag ein Ermittlungsverfahren gegen den Geschäftsführer eines großen Agrarunternehmens in Möckern eingeleitet.

Der 37-Jährige soll nach einem Bericht der Bild-Zeitung, der auf Zeugenaussagen basiert, auf einem in der Ernte befindlichen Rapsfeld 13 Wildschweine mit seinem Auto totgefahren haben. "Wir haben von Amts wegen eine Strafanzeige wegen des Verdachtes auf Verstoß gegen das Tierschutzgesetz und der Jagdwilderei gestellt", erklärte Thomas Kriebitzsch, Sprecher des Polizeirevieres Jerichower Land. Die Ermittler müssten nun, so weit noch vorhanden, Spuren sichern.

Der Vorfall ereignete sich bereits vor einigen Wochen. Von den Dorfbewohnern traute sich bisher niemand Anzeige zu erstatten. Den Vorwürfen nach soll der Geschäftsführer auf dem Rapsfeld mit dem Fahrzeug bewusst Jagd auf die Tiere gemacht haben. Er gab einfach Gas, als er die aufgeschreckte Wildschweinrotte sah. Nach der Jagd soll der Mann einen befreundeten Jäger aus Schweinitz benachrichtigt haben, der sieben Tiere abtranportierte. Sechs weitere Kadaver blieben auf dem Feld liegen.

Der beschuldigte Geschäftsführer war am Montag für Nachfragen nicht erreichbar.