Mindestzahl: Benötigt werden mindestens 917 Radfahrer. Am Rekordversuch können höchstens 1200 Menschen teilnehmen – daher lohnt sich eine vorherige Anmeldung.

Anmeldung: Die vorherige Anmeldung erfolgt am besten unter www.elberadweg.de im Internet. Außerdem liegen Faltblätter mit Cupons unter anderem in Tourismusbüros in der Region aus. Wer sich formlos per Mail an mitte@elberadweg oder per Fax an 0391/73 87 99 anmelden möchte, muss neben seinem Namen auch seine Adresse und sein Geburtsdatum angeben. Eine Anmeldung vor Ort ist auch möglich – falls aber alle Plätze schon vergeben sind, kommen die Interessenten auf die Warteliste und können im Zweifelsfall nur außer der Wertung am Ende teilnehmen.
Die Telefonnummer des Tourismusverbands, der eine Koordinierungsstelle des länderübergreifenden Elberadwegs ist, lautet 0391/73 87 90.

Teilnehmer: Mitmachen können alle Radfahrer ab einem Alter von 14 Jahren, die eine Strecke von fünf Kilometern bewältigen können. Willkommen sind dabei Teilnehmer aus Magdeburg ebenso wie von außerhalb. Das Mitführen von Tieren wie angeleinten Hunden ist nicht möglich.

Start und Ziel: Die Registrierung am Start beginnt um 9 Uhr. Die Radfahrer-Kette wird um 11 Uhr gestartet. Rund 100 Streckenposten stehen an der Strecke.

Fahrradcheck und Ausleihe: Partner überprüfen vor Ort die im Idealfall selbst mitgebrachten Fahrräder. Eine bestimmte Anzahl von Leihfahrrädern steht vor Ort zur Verfügung.

Rahmenprogramm: Zwei Bühnen sind aufgebaut, um den Teilnehmern ebenso wie den Zuschauern die Zeit zu verkürzen. Ein DJ ist engagiert und abseits der Bühnen sorgen die Dixiländer für Stimmung. Nach dem Start um 11 Uhr durch Oberbürgermeister Lutz Trümper rechnen die Organisatoren damit, dass es rund zwei Stunden dauert, bis alle Teilnehmer nacheinander die Strecke absolviert haben. Zwischen 14 und 15 Uhr soll auf der Bühne am Le Frog bekanntgegeben werden, ob der Rekordversuch erfolgreich war. In der Zwischenzeit werden Sachpreise von Sponsoren verlost.(ri)

Magdeburg l Die Regeln sind streng, Disziplin ist gefragt: In der Regie des Magdeburger Tourismusverbands Elbe-Börde-Heide soll diesen Sonntag, 28. September, im Stadtpark ein neuer Weltrekord aufgestellt werden. Und dazu werden noch Teilnehmer gesucht. Es geht darum, mindestens 917 Radfahrer zusammenzubekommen, die hintereinander eine etwa fünf Kilometer lange Strecke durch den Park absolvieren. Damit soll der bestehende Rekord im Guinness-Buch der Rekorde in der Kategorie "Longest Line of Bicycle" gebrochen werden. Sprich: Es soll eine möglichst lange Kette von Radfahrern gebildet werden, die hintereinander fahren.

Irene Mihlan ist Geschäftsführerin des Tourismusverbands und erläutert: "Dabei ist aber Disziplin gefragt. Denn der Abstand zwischen den Rädern darf nicht zu groß sein. Mit zwei bis drei Metern sind uns da recht enge Grenzen gesetzt." Und zumindest während des Versuchs ist das gemütliche Fahren in Grüppchen wie bei der Radwanderung samt Plausch und wenig Aufmerksamkeit für den Vordermann tabu. Denn dass die Regeln eingehalten werden - darüber wachen die Organisatoren genau. Unabhängige Streckenposten prüfen den Ablauf und dokumentieren die Veranstaltung. Aufgrund der gestrengen Richtlinien seitens des Guinnessbuch-Verlags ist auch die vorherige Registrierung der Teilnehmer erforderlich.

Die Sorgen um den genauen Ablauf scheinen berechtigt - der letzte Rekordversuch in der Kategorie war gescheitert. Die Teilnehmerzahl hatte zwar ausgereicht, aber die Abstände waren zu groß. Und daher gilt nach wie vor der alte Rekord aus dem Jahr 2010: Damals hatten in der Kategorie 916 Radfahrer in Davis im US-Bundesstaat Kalifornien die Regeln in einem ausreichenden Maß eingehalten.

Für ihren Einsatz bekommen alle Teilnehmer eine Urkunde. Und sie nehmen alle an der Verlosung von Sachpreisen teil. Im Topf sind bislang zum Beispiel ein Wochenende in der Wasserburg Gommern, aber auch Freikarten für Kino, Stadtführung und Zoo.

Um auf die notwendige Anzahl von Radfahrern zu kommen, setzen die Organisatoren auch auf die Vereine in der Region. Der Verein, der die meisten Teilnehmer stellen kann, bekommt eine Torwand.

Bleibt die Frage, was dieser Weltrekordversuch bringen soll und warum er ausgerechnet in Magdeburg stattfindet. Irene Mihlan erläutert: "Es geht darum, den Tourismus auf dem Elberadweg wieder in Schwung zu bringen." Grund: Nach dem Hochwasser des vergangenen Jahres hatte die mehrfach als beliebteste Strecke Deutschlands für den Fahrradtourismusausgezeichnete Piste enorme Einbrüche hinnehmen müssen. Inzwischen aber sind viele der Einrichtungen am Wegesrand wieder in Ordnung gebracht und geöffnet - jetzt müssen nur die Gäste wieder in großer Zahl zurückkehren. Das sieht auch die Ostdeutsche Sparkassenstiftung so und ist als einer der Unterstützer mit von der Partie.

Dass Magdeburg Austragungsort für den Versuch ist, hat mehrere Gründe: Zum einen, so Irene Mihlan, böte sich der Stadtpark mit seinen Wegen besonders gut an - selbst wenn eine Tour direkt an der Elbe auch schön gewesen wäre. Zum anderen habe die Universitäts- und Sportstadt das Potenzial, genügend Teilnehmer an die Pedale zu bringen. Das gilt es nun zu beweisen - und nicht, dass der auf dem Faltblatt abgedruckte Slogan "Hätte, hätte - Radlerkette" in Magdeburg gilt.

Weitere Informationen zum Elberadweg gibt es unter www.elberadweg.de im Internet.