Im Herbst 2013 war bekannt geworden, dass ein Taekwondoverein bei der Sanierung der Wolmirstedter Jahnhalle offenbar Hunderttausende Euro hat verschwinden lassen.

Der Vereinsvorsitzende Gerald Zimmermann, damals auch Vorsitzender des Stadtrates, hatte das 1,3 Millionen Euro teure Projekt (Fördermittel-Anteil: knapp eine Million Euro) eingetütet. Nachdem die Sache öffentlich wurde, hat er sich aus der Kommunalpolitik zurückgezogen und die CDU verlassen.

Monatelang hatte das Europäische Amt für Betrugsbekämpfung ermittelt. Ergebnis: Die EU will ihren Anteil (570000 Euro) zurück. Es gab keinen förderfähigen Zweck. Außerdem sei es wahrscheinlich, dass CDU-Parteifilz im Spiel gewesen ist. Die Aufsicht der Landesbehörden bei der Fördermittelvergabe sei "mangelhaft" gewesen.

Das Landesverwaltungsamt weist diese Vorwürfe zurück: Aufgrund von Mängeln seien rund 58000 Euro bei der Förderung abgezogen worden.