Oebisfelde-Weferlingen l "Es geht um die baulichen Vorhaben der Grundschule Weferlingen. Gibt es Neuigkeiten?", fragte Martin Sobczyk als Elternvertreter bei der Sitzung des Stadtrates, der am Dienstagabend in Etingen tagte.

Die Stadt hat eine umfangreiche Sanierungen der Grundschule in Weferlingen über das Förderprogramm Stark III für die Jahre 2016 und 2017 angemeldet. Als eine von mehreren Alternativen hatte Bürgermeisterin Silke Wolf (Die Linke) empfohlen, zu prüfen, ob das leerstehende Schulgebäude in Walbeck für die Grundschule genutzt werden kann. Erwogen wurde auch, einen Ersatzneubau in Weferlingen zu errichten. Nach Ansicht der Stadtverwaltung wäre ein Ersatzneubau nicht förderfähig. Stadtrat Martin Krems-Möbbeck (SPD) widersprach dem und wollte wissen, worauf sich diese Aussage stützt. Diese Frage konnte die Bürgermeisterin nicht auf die Schnelle beantworten.

"Das Grundschulproblem ist uns so wichtig, dass wir dazu eine wichtige Festlegung treffen wollen", erklärte Stadtratsvorsitzender Steffen Wetterling (UWG). Gemeinsam mit der Bürgermeisterin schlug Wetterling dem Stadtrat vor, am 16. Dezember in Weferlingen eine zusätzliche Sitzung des Stadtrates mit einem Tagesordnungspunkt zum Grundschulproblem anzusetzen. "Heute würden wir nur wieder unvorbereitet über das Thema diskutieren", erklärte der Stadtratsvorsitzende. Außerdem würde es im Bericht der Bürgermeisterin noch Informationen über die Schule geben.

Der Rat stimmte mehrheitlich zu, dass Sobczyk das Rederecht bei weiteren Fragen rund um das Thema hat. "Ich habe die Information, dass der Zaun der Grundschule versetzt werden soll, um die Fläche des Schulhofes zu vergrößern. Wann ist die Umsetzung geplant?", wollte Sobczyk wissen. Probleme gab es in der Vergangenheit immer wieder, denn der größte Teil des Schulhofs am Hauptgebäude, der so genannten Neuen Schule, ist jederzeit zugänglich. Von jeher führt ein öffentlicher Weg mitten über den Schulhof. Nur ein kleiner Teil des Schulhofs ist eingezäunt. Auf dem öffentlich zugänglichen Schulhof wurde oft randaliert, Spielgeräte wurden beschädigt und Steine auf das Nachbargrundstück geworfen.

Jetzt soll eine Einzäunung des gesamten Schulhofs zum einen den Schulkindern mehr sicheren Platz zum Toben in den Pausen bieten und zum anderen Vandalismus verhindern. "Der Bauausschuss hat sich mit der Thematik beschäftigt und die Zaunversetzung befürwortet. Der öffentliche Weg wird damit eingeschränkt. Das heißt, dass die Bürger dort nicht mehr durchgehen können", erklärte Silke Wolf. Die Thematik des öffentlichen Weges würde als Zuständigkeit dem Ortschaftsrat Weferlingen obliegen. "Es wird jetzt geprüft, ob wir es mit den Möglichkeiten der Technik des Wirtschaftshofes schaffen, den Zaun umzusetzen, ohne dass weitere Kosten entstehen", erklärte die Bürgermeisterin. Wenn Kosten entstehen, müssten diese Mittel erst im neuen Haushaltsjahr eingeplant werden.