Magdeburg (dpa) I Der Wintereinbruch nach dem Weihnachtsfest hat die Umsätze vieler Einzelhändler in die Höhe getrieben. Nachdem zunächst Winterbekleidung kaum gefragt war, gingen nun Handschuhe, Mützen oder Ohrenwärmer gut über die Ladentheke, sagte der Geschäftsführer des Handelsverbands Sachsen-Anhalt, Knut Bernsen.

Insgesamt ziehe er nun eine positive Bilanz des Weihnachtsgeschäfts – das die nächsten Tage noch andauern werde. Auch wenn in manchen Geschäften einige Winterartikel schon ausverkauft seien: "Es waren noch nicht alle da." Gutscheine oder auch Geldgeschenke sollen auch in den kommenden Tagen noch die Kasse klingeln lassen.

Mindestlohn mit Zwiespalt betrachtet

Ein Zusatzgeschäft zum Jahresende sind auch die Feuerwerkskörper. Der Herstellerverband rechne mit einem Umsatz von 124 Millionen Euro in diesem Jahr in Deutschland. Auf Sachsen-Anhalt dürften dabei knapp drei Millionen Euro entfallen, sagte Bernsen. Auch Lebensmittel und Getränke seien zu Silvester gut gefragt.

Mit gemischten Gefühlen blicken viele Einzelhändler auf die Einführung des Mindestlohnes. Vor allem in ländlichen Regionen könne der Druck auf die Unternehmen dadurch zunehmen, sagte Bernsen. Auf der anderen Seite könnte auch die Kaufkraft gestärkt werden. "Man muss die Entwicklung der nächsten Monate abwarten."

Besonders positiv schnitt im Weihnachtsgeschäft der Online-Handel ab. Hier rechnet der Verband mit einem bundesweiten Umsatzplus von 18 Prozent – trotz der Tarifauseinandersetzung beim Online-Versandhändler Amazon. Inzwischen seien aber auch viele stationäre Läden im Geschäft per Internet aktiv und würden von den Zuwachsraten profitieren.