Allein im vergangenen Jahr sind die Preise für Ackerflächen in Sachsen-Anhalt um 19 Prozent gestiegen.

Die höchsten Kaufpreise haben Landwirte in der Börde mit mehr als vier Euro je Quadratmeter gezahlt. Vergleichsweise niedrig sind die Preise noch östlich der Elbe im Elbe-Havel-Land mit 50 Cent je Quadratmeter. Landwirte im Bereich Jessen müssen nur45 Cent je Quadratmeter berappen.

Bei Landverkäufen ist der Anteil von Nichtlandwirten in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Dem Grundstücksmarktbericht zufolge handelte es sich bei jedem dritten Käufer im Jahr 2013 um einen externen Investor. 2011 war sogar fast jeder zweite Käufer ein Nichtlandwirt.

Stark gestiegen sind auch die Pachtpreise für Land. 2010 belief sich das mittlere Jahrespacht-entgelt auf 198 Euro je Hektar. 2013 mussten Landwirte schon 241 Euro je Hektar zahlen, also 22 Prozent mehr.

Bundesweit werden 53 Prozent der Flächen verpachtet, in Sachsen-Anhalt liegt der Pachtanteil bei 77 Prozent. Insofern treffen Preissteigerungen bei der Pacht die Bauern besonders hart.