Magdeburg (sh) l Erleichterung bei den rund 3300 Mitarbeitern des Magdeburger Uniklinikums: Statt des befürchteten Defizits von 6,3 Millionen Euro weist der vorläufige Jahresabschluss ein Plus von 736.000 Euro aus. Das überraschende wie erfreuliche Ergebnis führt Jan L. Hülsemann, Ärztlicher Direktor, zum einen auf die Steigerung der Erlöse durch höhere Schwere der Behandlungsfälle zurück. Zum anderen habe es "nicht planbare Einmaleffekte", die mit rund 3,5 Millionen Euro zu Buche schlagen würden, sagte Hülsemann der Volksstimme. So hätten die Medizinischen Versorgungszentren innerhalb der Uniklinik weit mehr Geld erwirtschaftet als erwartet. Zudem zeigten die eingeleiteten Sparmaßnahmen Wirkung.

Die finanzielle Entspannung wirkt sich auch auf dieses Jahr aus. Für 2015 war ursprünglich ein Rekorddefizit von 10,5 Millionen Euro prognostiziert worden. Veronika Rätzel, Kaufmännische Direktorin, hofft nun, dass es nicht mehr als 7 bis 8 Millionen Euro werden: "Wir greifen dafür auf unsere Liquiditätsreserve zurück, der Landeshaushalt wird nicht belastet." Bis spätestens 2018/19 strebt das Uniklinikum einen dauerhaft ausgeglichenen Haushalt an.