Berlin (egw) l Die Angst fährt immer mit. Springt man schon mal rein, wenn er sich nähert, oder wartet man, bis die Kabinenkante den Fußboden erreicht hat? Aber dann schafft man es vielleicht gar nicht mehr. Und dann? Klemmt man sich Bein oder Kopf ab?

Nein, Paternosterfahren ist wahrlich nicht jedermanns Sache. Das hat der Bund erkannt und eine Verordnung erlassen, die am 1. Juni in Kraft treten soll. Danach ist nur noch befugtem Personal das Betreten der nostalgischen Aufzüge erlaubt. Laut neuer Betriebssicherheitsverordnung muss der Arbeitgeber dafür sorgen, "dass Personenumlaufaufzüge nur von durch ihn eingewiesenen Beschäftigten verwendet werden". Das bedeutet: Für Besucher müssen die Paternoster, die im Amtsdeutsch Personenumlaufaufzüge heißen, künftig gesperrt werden.

Aus Sachsen-Anhalt waren bisher keine Proteste zu vernehmen - hier gibt es laut Wikipedia auch nur noch einen im Statistischen Landesamt in Halle. Anders in Bayern. Da hat der Paternoster-Verein München bereits Widerstand angekündigt. Verständlich: Es wäre das Ende für den einzigen Aufzug, mit dem man hoch- und ohne umzusteigen wieder runterfahren kann.