Halle (dapd). Glatteis hat am Donnerstag im Süden von Sachsen-Anhalt zu erheblichen Behinderungen im Berufsverkehr und zu zahlreichen Verkehrsunfällen geführt. Die Polizei meldete innerhalb von sechs Stunden mehr als 190 Unfälle. Dabei seien vor allem Blechschäden entstanden. Drei Personen wurden verletzt, eine davon schwer.

Betroffen vom Glatteis waren vor allem die Stadt Halle und der umliegende Saalekreis. In den Vormittagsstunden krachte es allein auf Halles Straßen 71 Mal. Straßen mit Kopfsteinpflaster mussten zeitweise gesperrt werden. Innerhalb von fünf Stunden ereigneten sich drei Mal so viele Unfälle wie sonst an einem Tag, sagte eine Polizeisprecherin. Insgesamt waren 130 Fahrzeuge involviert.

An einem Unfall war auch ein Streifenwagen beteiligt. Polizisten, die zu einem Unfall eilten, mussten zusehen, wie ihr Einsatzfahrzeug einen Berg hinab rutschte und zwei parkende Autos touchierte.

Aus dem Saalekreis wurden 49 Unfälle gemeldet, im Burgenlandkreis musste die Polizei zu 59 Unfällen, in Mansfeld-Südharz zu sieben und auf den Autobahnen zu neun Unfällen ausrücken.

Die Polizei hatte am Morgen an Auto- und Latwagen-Fahrer appelliert, die Geschwindigkeit deutlich herabzusetzen, einen möglichst großen Sicherheitsabstand zu halten, ruckartiges Lenken zu vermeiden und beim Bremsen behutsam vorzugehen. Wer auf sein Fahrzeug verzichten konnte, sollte es stehen lassen. Auch Fußgänger mussten sich auf glatte Gehwege einstellen.

Der Deutsche Wetterdienst hatte bereits am Mittwochabend Warnungen vor Glatteis in mehreren Landkreisen herausgegeben und die Warnungen für einige Landstriche bis Donnerstagmittag verlängert.