Halberstadt (dpa). Wegen des 47-stündigen Lokführerstreiks bei den Bahnkonkurrenten müssen die Kunden des Harz-Elbe-Express auch am Freitag noch mit Verspätungen und Zugausfällen rechnen. Es gelte der gleiche Notfallplan wie am Donnerstag, sagte Cathrin Göthe vom Harz-Elbe-Express am Freitagmorgen. Vor allem Züge aus Halle und Magdeburg nach Halberstadt fahren – dafür werden Mitarbeiter aus der Verwaltung und Leiharbeiter als Ersatz für streikende Lokführer eingesetzt.

Auf den kleiner Strecken wurden ein Schienenersatzverkehr eingerichtet. Dieser fährt zwischen Halberstadt-Vienenburg, Halberstadt-Blankenburg, Halberstadt-Thale und Bernburg-Könnern. "So können wir insgesamt 90 Prozent unserer Verkehrsleistungen absichern, davon etwa 60 bis 70 Prozent mit dem Zug", erklärte Göthe.

Die Gewerkschaft Deutscher Lokführer hat ihre Mitglieder bei den Bahnkonkurrenten seit Donnerstag 03.00 Uhr zum Streik aufgerufen. Damit will die GDL einen einheitlichen Tarifvertrag für alle Lokführer in Deutschland durchsetzen. Bereits am Montag hatten die Lokführer der Bahnkonkurrenten für 24 Stunden die Arbeit niedergelegt. Mit der Deutschen Bahn selbst wird verhandelt, deswegen gibt es dort aktuell keine Streiks.