Magdeburg (dapd). Der Elberadweg wird in Sachsen-Anhalt in den nächsten Wochen mit einem thematischen Leitsystem ausgestattet.

Die Beschilderungen sollen Radfahrer auf die Sehenswürdigkeiten entlang der 360 Kilometer langen Strecke aufmerksam machen, sagte die Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Elbe-Börde-Heide, Irene Mihlan, in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dapd. Bis zum Frühsommer würden einheitlich gestaltete Tafeln aufgestellt, die sechs Etappen in Deutsch und Englisch erläuterten.

Das bislang am Elberadweg einmalige Projekt greife unterschiedliche Möglichkeiten auf, Sachsen-Anhalt zu entdecken, sagte Mihlan. Die Welterbestätten Bauhaus und Dessau-Wörlitzer Gartenreich sowie die Lutherstätten in Wittenberg stünden im Mittelpunkt der Empfehlungen für die Region Anhalt.

Zwischen Magdeburg und Tangermünde gehe es dabei um "lebendige Paradiese am Fluss". Neben dem Besuch des Herrenkrugparks in der Landeshauptstadt werde zum Entdecken der Auenlandschaft eingeladen. Der anschließende Abschnitt bis Havelberg widme sich dem Thema Hanse und Romanik.

Ziel sei es, die Verweildauer der Radler in den Regionen zu erhöhen, sagte Mihlan. Schätzungen zufolge gibt jeder der Radfahrer im Durchschnitt 60 Euro am Tag aus. Davon entfalle die Hälfte der Summe allein auf die Übernachtung.

In Sachsen-Anhalt gibt es entlang der Elbe gegenwärtig 193 radfahrerfreundliche Hotels, Pensionen und Campingplätze. Allein im März dieses Jahres gab es beim Tourismusverband Elbe-Börde-Heide, der die Aktivitäten rund um den Radweg in Sachsen-Anhalt koordiniert, mehr als 1000 Nachfragen zur Trassenführung, zu Übernachtungsmöglichkeiten und Sehenswürdigkeiten.