Halberstadt (dpa). Im Tarifstreit beim Harz-Elbe-Express (HEX) setzt die Lokführergewerkschaft auf Streiks ohne Vorwarnung, um einen möglichst großen Druck auf den Arbeitgeber auszuüben. Der Betreiber Veolia reagierte gestern mit einem unbefristeten Sonderfahrplan. Er ist im Vergleich zum normalen Angebot ausgedünnt, soll den Fahrgästen aber bei den nun geplanten Abfahrtszeiten Planungssicherheit geben.

"Im Endeffekt werden alle Strecken bedient", sagte ein Sprecher des Betreibers Veolia. Auf einigen Strecken werden Busse eingesetzt, auf anderen Verbindungen werden vor allem am weniger nachgefragten Nachmittag Verbindungen zusammengelegt. Insgesamt würden 70 bis 75 Prozent der Verkehrsleistung weiterhin angeboten. Der Sonderfahrplan solle solange gelten, wie plötzliche Streikaufrufe der Gewerkschaft möglich sind.

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hatte erst gestern für zehn Uhr zu neuen Streiks aufgerufen. Wie lange diese dauern sollen, ließ die Gewerkschaft dabei offen.

Unklar blieb, wie stark die Beteiligung an dem Streik war. Nach Angaben des Unternehmens war sie geringer als von der Gewerkschaft erwartet.