Das Konzentrationslager Langenstein-Zwieberge, nur wenige Kilometer vor den Toren Halberstadts, wurde als eine der 138 Außenstellen von Buchenwald eigens für ein geheimes SS-Rüstungsprojekt im April 1944 errichtet.

8000 Gefangene hatte das Lager, mehr als 70 Prozent dieser geknechteten Männer aus 23 europäischen Ländern verloren ihr Leben. "Tod durch Arbeit", lautete damals die zynische Bezeichnung dafür. 13 Kilometer lange Tunnel mussten die Häftlinge in den Sandstein graben. Ein komplexes System aus Röhren, fast 9 Meter hoch, 8 Meter breit, in denen nach Vorstellungen der Nazis bis zu 3000 Maschinen-Teile für die Junkers-Flugzeugwerke gefertigt werden sollten.

Zur Produktion von Flugzeugteilen ist es nicht gekommen, der Vorstoß der Alliierten stoppte das Projekt "Malachit". Im April 1945 befreiten US-Amerikaner die Häftlinge im KZ Langenstein-Zwieberge. Seit 1949 mahnt eine Gedenkstätte an das unvorstellbare Leiden. Seit 2005 kann ein 110 Meter langer Tunnelabschnitt besichtigt werden. (tk)