Die Anfänge des Genthiner Radsports

Am 15. Juli 1885 gründete sich der Radfahrverein "Germania" Genthin. Wenige Tage später fand das erste Radfahrerfest auf der Radrennbahn am Schützenhaus statt.

1895 entstand dann der Radfahrverein "Borussia" Genthin, dessen Blütezeit bis zum ersten Weltkrieg anhielt.

1950 wird dann die Radsportsektion der Betriebssportgemeinschaft "Einheit" Genthin ins Leben gerufen.

1966 baut Horst Grimm, späterer Präsident des Genthiner Radsport-Clubs, die Sektion neu auf. Heute zählt der Verein rund 50 Mitglieder. Mehr Informationen gibt es unter Telefon 03933/80 27 95.

Der Genthiner Radsport-Club kämpft mit Nachwuchsproblemen. Doch mit der vierzehnjährigen Hannah Steffen trainiert jetzt täglich eine Rennfahrerin der Nationalmannschaft für den Verein. Volksstimme-Reporterin Franziska Ellrich sprach mit der Sportlerin über Bestzeiten und Traum vom Wettkampf im Ausland.

Volksstimme: Hannah, es ist Freitagabend, was machst Du gerade?

Hannah Steffen: Ich putze mein Fahrrad. Morgen steht wieder ein Rennen an - Einzelzeitfahren.

Volksstimme: Jeden Tag drei Stunden Training, am Wochenende Wettkampf. Bleibt da genügend Zeit für Schule und Freunde?

Hannah Steffen: Schule steht jetzt natürlich ein wenig hinten an und Freunde habe ich vor allem unter den anderen Fahrern gefunden.

Volksstimme: Letztes Jahr bist Du Deutsche Meisterin auf der Bahn geworden - mehr als 30 Kilometer in weniger als einer Stunde. Was bedeutet das für Dich?

Hannah Steffen: Eine ganz große Motivation. Deswegen fahre ich jetzt in der Nationalmannschaft. Und wenn ich mich dieses Jahr anstrenge, kann ich endlich im Ländervergleich Deutschland gegen Italien mitfahren. Das wäre dann mein erster Wettkampf im Ausland.

Volksstimme: Wie lange machst Du das jetzt schon?

Hannah Steffen: Seit viereinhalb Jahren. Vorher bin ich geschwommen.

Volksstimme: Warum Radrennen?

Hannah Steffen: Man ist immer draußen an der frischen Luft und lernt Leute in ganz Deutschland kennen.