Magdeburg l Die finanzielle Bewältigung der durch das Hochwasser von 2013 verursachten Schäden schreitet voran, ist aber noch keineswegs abgeschlossen. So lässt sich die Bilanz des Landesverwaltungsamtes zusammenfassen, die Amtspräsident Thomas Pleye am Donnerstag vorstellte.

2424 Schäden hatten betroffene Kommunen infolge des Hochwassers gemeldet, 1944 Anträge seien bislang beim Verwaltungsamt eingegangen, 480 werden noch erwartet, so Pleye. Die Schadenssumme betrage rund 814 Millionen Euro.

Die höchsten Schäden vermeldeten Halle, Magdeburg und der Kreis Stendal. Die zwei Großstädte und der Altmarkkreis beklagen gemeinsam Schäden in Höhe von etwa 590 Millionen Euro. Die meisten Einzelmeldungen (494) kamen aus dem Salzlandkreis, die wenigsten (3) aus dem Landkreis Harz.

Die Strombrücke fehlt noch

Mit 1331 Anträgen seien bislang etwa 60 Prozent bearbeitet und beschieden. "Mit den großen Brocken rechnen wir aber noch", sagt Thomas Pleye und meint damit vor allem einen Antrag aus Halle und zwei aus Magdeburg. In der Landeshauptstadt betreffe dies den Strombrücken-Neubau und den bei der Flut schwer beschädigten Betriebshof Nord der Magdeburger Verkehrsbetriebe.

Nach einer Fristverlängerung haben Kommunen noch bis 30. Juni 2015 Zeit, einen Antrag zu stellen. "Es wäre aber hilfreich, wenn nicht bis zum Ende der Frist gewartet wird", sagt Präsident Pleye, der bei den "großen Brocken" auch großen Aufwand erwartet. Neben der Antragsbewilligung müsse das Amt auch die korrekte Verwendung prüfen.