Magdeburg (egw) l Wenn Touristen berühmte Stätten besichtigen, verewigen sich manche von ihnen trotz Verbots gerne an den alten Mauern. Der eine schnitzt, der andere kratzt, der dritte zückt Kugelschreiber oder Filzstift, um heimlich einen Gruß zu hinterlassen. An der Chinesischen Mauer soll nun endlich Schluss sein mit den unkontrollierten Kritzeleien, wie spiegel.de unter Berufung auf die Zeitung "China Daily" berichtet.

"Ich war hier", "Ich auch" oder "Wolfgang 2014" und all die anderen weltbewegenden Botschaften dürfen Touristen künftig in das jahrtausendealte Gemäuer ritzen. In einem Abschnitt etwa 70 Kilometer nördlich von Peking soll eine besondere "Graffiti-Zone" eingerichtet werden. In dem gekennzeichneten Bereich dürfen Reisende ausdrücklich, was anderswo verboten ist: unterschreiben und ihre Grüße hinterlassen.

Ob das hilft, darf bezweifelt werden. Nicht nur Vierbeinern ist es offenbar ein dringendes Bedürfnnis, an jeder Mauerecke seine Losung zu hinterlassen. Erlaubt oder nicht erlaubt, das ist hier keine Frage.