Hamburg ( ddp ). Radfahren gehört zu den gesündesten Sportarten überhaupt. Wie Joggen oder Schwimmen kann auch regelmäßiges Radeln vielen Zivilisationskrankheiten vorbeugen. Männliche Sportler, die häufig lange Radtouren unternehmen, sollten mit Blick auf ihre Manneskraft allerdings vorsichtig sein. " Studien zeigen, dass Radfahren bei falscher Haltung langfristig Erektionsstörungen verursachen kann ", warnt Frank Sommer, Professor für Männergesundheit und Urologie in Hamburg.

Dammregion entlasten

Stimmt die Sattelhöhe nicht, lastet zu viel Gewicht auf der Dammregion. Der Körper drückt auf die Blutgefäße im Penis, der dadurch ungenügend mit Sauerstoff versorgt wird. " Das führt zur Einlagerung von schädlichem Kollagen ", erläutert Sommer. Über mehrere Jahre könne dies Impotenz begünstigen.

Sommer empfi ehlt Radfahrern, den Sattel so einzustellen, dass die Beine die Hauptlast des Körpergewichts tragen und so die Dammregion entlasten. " Die Knie sollten beim Fahren nicht durchgedrückt werden ", rät der Urologe.

Zudem kann auch ein falscher Fahrradsattel Erektionsstörungen verursachen. " Er sollte möglichst horizontal und nicht mit der Spitze nach oben montiert sein ", sagt Sommer.

Grundsätzlich gesund

Wer diese Ratschläge beherzige, müsse auch als passionierter Radfahrer keine Sorge vor Impotenz haben. " Im Gegenteil ", betont der Mediziner, " wenn alles richtig eingestellt ist, macht das Radeln sogar noch potenter. " Hintergrund seien die nachhaltig positiven Auswirkungen des Sports auf die körperliche Konstitution.

Ein weiteres Männerproblem kann die Unfruchtbarkeit sein. Sie droht, wenn die Hoden dauerhaft zu warmer Umgebung ausgesetzt sind. Weil der Hodensack außerhalb des Körpers hängt, ist die Temperatur im Hodenbereich zwei bis drei Grad niedriger als im Rumpf. Das ist wichtig für die Qualität der Spermien. Zu enge Kleidung kann dagegen zu einem Wärmestau führen. " Männer die viel sitzen, zum Beispiel Lkw-Fahrer oder Büroangestellte, sollten daher ab und zu aufstehen und für ein wenig Windzirkulation sorgen ", rät der Urologe.

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