Magdeburg - Einem entscheidenden Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wird heute offi ziell der Kampf angesagt. Beim 4. bundesweiten " Tag des Cholesterins " wollen die Deutsche Gesellschaft zur Bekämpfung von Fettstoffwechselstörungen und ihren Folgeerkrankungen sowie viele um die Gesundheitsförderung der Bevölkerung bemühte Institutionen und Einrichtungen auf die Gefahren erhöhter Cholesterinwerte aufmerksam machen. " Denn zuviel des Blutfettes ist eine der Hauptursachen für Herzinfarkt und Schlaganfall ", erinnert Melanie Nitschke von der Landesvereinigung für Gesundheit Sachsen-Anhalt e. V.

Die Statistik zeigt, dass das gesundheitliche Risiko eines zu hohen Cholesterinwertes groß ist : Jeder zweite Todesfall in Deutschland geht auf eine Erkrankung des Kreislauf-Systems zurück, die außer durch Diabetes, Rauchen, Bluthochdruck, Bewegungsmangel und Übergewicht eben auch durch zu viel Blutfett begünstigt wird. Cholesterin als eine Grundsubstanz des menschlichen Körpers wird durch Lipoproteine über die Blutgefäße zu den Körperzellen transportiert. Ist das Angebot größer als die Aufnahmekapazität der Zellen, wird Cholesterin an das Blut abgegeben, wo es sich an den Gefäßwänden ablagert und mit der Zeit die Blutgefäße verengt – was später zum Herzinfarkt oder zum Schlaganfall führen kann.

Zunächst verursacht eine Arteriesklerose ( Arterienverkalkung ) meist kaum Beschwerden. " Gerade das aber ist das Tückische an dieser Krankheit ", mahnt die Gesundheitswirtin und rät, den " Tag des Cholesterins " zum Anlass zu nehmen, den eigenen Blutfettwert beim Arzt oder in der Apotheke bestimmen zu lassen. Wessen Cholesterinwert zu hoch ist, der sollte unbedingt gesünder essen, Glimmstängeln adé sagen, Alkohol meiden und sich mehr bewegen.

Zusätzlich zum körpereigenen Cholesterin kann der Körper eines Erwachsenen täglich etwa 300 Milligramm aus der Nahrung gerade noch gut " verdauen ". Ein Ei enthält schon 280 Milligramm Cholesterin. Äpfel, Walnüsse, Haferfl ocken, Chicoree und Olivenöl senken dagegen den Cholesterinspiegel. Diese Lebensmittel sollten daher regelmäßig auf dem Speiseplan stehen.