Frage : Was ist eigentlich der Unterschied zwischen einer Grippe und einer so genannten Erkältung ? Es antwortet Dr. med. Hanna Oppermann, Ärztin beim Landesamt für Verbraucherschutz Sachsen-Anhalt.

In den Wintermonaten und bis in das Frühjahr hinein suchen viele Patienten wegen Atemwegsinfektionen ihren Arzt auf. Häufig sind Erkältungsviren die Ursache. Sie dringen in die so genannten Epithelzellen der oberen Atemwege ein und verursachen Husten, Schnupfen und Heiserkeit, einen nur geringen Temperaturanstieg und gelegentlich leichte Kopfschmerzen. In der Regel ist die Erkältung in einer Woche überstanden. Schwere Erkältungen mit Schleimhautschädigung

können aber auch zu bakteriellen Infektionen mit längerem Verlauf führen. Grundsätzlich beginnen Erkältungen aber eher schleichend.

Typisch für Grippe ist dagegen der plötzliche Krankheitsbeginn mit Temperaturen bis 40 ° C, Schüttelfrost, Kopf- und Gliederschmerzen, tro - ckenem Husten und allgemeiner Schwäche – also einem starken Krankheitsgefühl.

Die Krankheit dauert ein bis drei Wochen. Verursacher der Virusgrippe, die wir jährlich als " Grippewelle " von Januar bis April erleben, sind Influenzaviren der Typen A ( H 1 N 1 und H 3 N 2 ) und B. Rechtzeitige Diagnostik und Einleitung einer antiviralen Therapie sind in schweren Fällen erforderlich. Wer sich unsicher ist, sollte vorsichtshalber den Arzt aufsuchen. Nur so kann rechtzeitig schweren Symptomen und möglichen Komplikationen einer Grippe entgegengewirkt werden. ( ukl )

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