Magdeburg l Wer über das Jahr abgestorbene Pflanzenteile auf einem Komposthaufen sammelt, kann sich den Kauf von teurer Blumenerde und Humus sparen. Denn gut gereifte Komposterde versorgt die Pflanzen nicht nur mit neuem Substrat, sondern auch mit Nährstoffen.

Sollte es noch nicht erledigt sein, kann jetzt der Kompost bei trockener Witterung umgesetzt und gesiebt werden. Grundsätzlich wird es empfohlen, sobald die Witterung frostfrei ist. Zum Verrotten benötigt ein Komposthaufen rund ein Jahr Zeit, bis sich die Pflanzenbestandteile zersetzt haben. Aber auch danach finden sich darin noch unvollständig zersetzte Materialien. Das können Reste von Schnittgut, aber auch Holzstücke oder Laub, zum Beispiel vom Walnussbaum, sein.

Deshalb empfiehlt es sich, den Kompost zu sieben. Dafür verwendet man Durchwurfsiebe, die es in jedem Baumarkt gibt. Mit einer Schaufel wirft man den Kompost durch das Drahtgeflecht. So, wie das Sieb aufgestellt wird, kann der Feinheitsgrad bestimmt werden. Es empfiehlt sich, einen Zweitkomposter zu verwenden, der gleich zu Beginn das übrige grobe Material aufnimmt. Dieser wird dann mit allen Pflanzenabfällen aufgefüllt, beispielsweise Rasenschnitt, Laub oder Heckenschnitt. Kranke Pflanzenteile sollten entsorgt werden. Der fertig gesiebte Kompost, der nicht sofort gebraucht wird, sollte abgedeckt werden. Sonst wäscht der Regen die Nährstoffe heraus.

Den Reifegrad des Kompostes kann man mithilfe eines Kressetestes bestimmen. Dazu wird in ein Einmachglas eine Schicht Kompost gefüllt, darauf Kresse angesät und gegossen. Entwickeln sich die Pflänzchen gut, bekommen sie grüne Blätter und weiße Wurzeln, dann ist der Kompost reif. Als Aussaterde ist er aber nicht geeignet, weil er zuviele Nährstoffe enthält.

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