Magdeburg (rgm). Das Thüringer Oberlandesgericht fällte jetzt ein Urteil, das für Angehörige und Pfleger von Bedeutung ist. Geklagt hatte eine Frau, die ihre demente Mutter in einem Heim untergebracht hatte. Unbemerkt hatte die verwirrte Frau das Heim verlassen. Sie wurde erst Tage später schwer verletzt gefunden. Die Richter urteilten, das Heim müsse seine Patienten lückenlos beaufsichtigen. Aber: Wie können die Heime einer solchen Pflicht nachkommen, ohne das Recht auf Menschenwürde zu verletzen? Sind elektronische Überwachung oder ruhigstellende Pillen die Alternative?

Unvergessen ist der Entertainer Heinz Quermann. Auch er lebte die letzten Jahre vor seinem Tod in einer Welt ohne Erinnerung und wurde von seiner Tochter betreut. Petra Werner-Quermann, erzählt in "FAKT ist ..." wie sie die schwere Zeit mit ihrem Vater durchgestanden hat.

Wo bekommen pflegende Angehörige Hilfe? Gibt es ausreichend Betreuungseinrichtungen und spezielle Wohn- einheiten? Wie steht es um die Suche nach künftigen Therapien? Kann man Demenz vorbeugen oder den Verlauf verlangsamen? Diese Themen diskutiert Moderatorin Ines Krüger heute ab 22.05 Uhr in der MDR-Fernsehsendung "FAKT ist ...!" mit Dr. Daniel Bittner, Neurologe und Mitbegründer der Gedächtnissprechstunde der Uniklinik Magdeburg, Petra Werner-Quermann, Annette Seyfert, Leiterin des Pflegezentrum Bischofstein, sowie Bärbel Schönhof, Deutsche Alzheimer Gesellschaft.

Außerdem haben die Zuschauer die Gelegenheit, ihre Sorgen und Fragen direkt an Experten der Alzheimergesellschaft Sachsen-Anhalt zu stellen. Diese sind von 19 bis 23 Uhr telefonisch erreichbar unter (0 18 03) 1616 31.