Selbst auf dem Audi-Paradekurs Zandvoort sorgt Gary Paffett für gute Ergebnisse. Der Brite zeigte sich überrascht von den Problemen der Konkurrenz.

Wenngleich Gary Paffett heute das beste Ergebnis eines Neuwagens erzielte - zur Pole Position wollte es für Mercedes damit auch heute nicht reichen. Die 50. Audi-Pole in der DTM war für Paffett dennoch leicht zu verschmerzen. "Wir wussten, dass auch wir ein tolles Auto haben. Aber als wir hierher kamen, hatten wir Audi schneller erwartet", sagte Paffett mit Blick auf die Audi-Vierfachsiege bei den Zandvoort-Rennen der vergangenen beiden Jahre. Insbesondere 2008 hatte man bei HWA-Mercedes den Kollegen von Abt-Audi nichts entgegenzusetzen.

Nun ist der Champion von 2005 allerdings umso optimistischer. "Ich bin zuversichtlich, dass wir auch im Rennen eine Chance haben", sagte Paffett, der sich und sein Team im Aufwärtstrend sieht. "Heute Morgen waren wir noch nicht in der besten Position. Die erste Startreihe hätten wir also nicht erwartet - wir hatten eher mit Platz fünf oder sechs gerechnet." Anders als manch anderer Mercedes-Pilot kann sich Paffett auch dem Streckenlayout gut arrangieren. "Ich mag die Strecke. Sie ist toll zu fahren und sehr herausfordernd. Hier kann schnell Zeit verlieren."

Die Balance der aktuellen C-Klasse stand Paffetts Erfolg nicht im Wege. "Man braucht ein gutes Setup, und das hatten wir im Qualifying. Das Auto war in schnellen wie in langsamen Kurven gleichermaßen schnell", stellte Paffett erfreut fest. Für den zweiten Saisonsieg hat sich der momentane Meisterschaftsdritte bereits einen Plan zurechtgelegt: "Man sollte am Start auf der Innenseite die erste Kurve anfahren. Ich stehe auf der richtigen Seite - dort, wo viel Gummi auf der Strecke ist. Der Nachteil ist nur, dass ich weiter hinten stehe. Im Regen und auf Lon Runs sagen wir bisher gut aus. Ich freue mich auf morgen."

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