Was 2008 so häufig misslang, schafften Tom Kristensen und Martin Tomczyk zumindest heute: Sie traten aus dem Schatten Timo Scheiders heraus.

Während sich Mattias Ekström 2008 zumindest gelegentlich zu Timo Scheider ins Rampenlicht gesellte, war es um Tom Kristensen und Martin Tomczyk ruhig geworden. Weder dem Dänen noch dem Bayern wollte es gelingen, jene Performance zu wiederholen, mit der sie sich 2006 und 2007 in den Titelkampf manövriert hatten. Umso entschlossener präsentierten sie sich nun zum Saisonauftakt - und wussten mit den Plätzen zwei und drei zu überzeugen.

"Ich hatte nicht erwartet, in die erste Reihe zu kommen. Meine Strategie war etwas anders als bei meinen Teamkollegen. Ich hatte meinen letzten Reifensatz schon in Q3 verbraucht, so dass ich in der letzten Session mit gebrauchten Reifen fahren musste. Das hat mich im letzten Sektor vier bis fünf Zehntel gekostet", bilanzierte Tomczyk, der sich gemessen daran zufrieden mit seinem Ergebnis zeigte: "Das Auto an sich war gut für die Pole. Am Ende aber trotz gebrauchter Reifen auf Platz vier zu stehen, macht mich happy."

Zum triumphalen Auftaktergebnis der Ingolstädter trug mit Tom Kristensen ausgerechnet jener Pilot bei, an dessen DTM-Zukunft im vergangenen Jahr viele noch gezweifelt hatten. "In der DTM sollte man nicht zu viel erwarten. Wir waren in den Tests sehr entschlossen uns beim Setup auf weitere Verbesserungspotenziale konzentriert. Heute waren die Bedingungen ähnlich wie beiden Tests - aber wir haben uns besser geschlagen als erwartet", stellte der Däne mit Blick auf den Auftakt seiner nun definitiv letzten DTM-Saison zufrieden fest.

"Wir sind etwas leichter gefahren als bei den Tests. Das Qualifying mit seinen neuen Regeln war sehr stressig für die Boxencrew. Platz zwei ist okay - was zählt, ist das Rennen", sagte der Le-Mans-Rekordsieger, der das Jahr morgen mit seinem vierten DTM-Sieg beginnen will. Harte Gegenwehr aus Stuttgart befürchtet Martin Tomczyk dabei nicht: "Wir hätten nicht gedacht, dass es so einfach sein würde..."

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