Nach seinem Fauxpas von Mugello fand Timo Scheider auf dem Lausitzring zur gewohnten Souveränität zurück.

Nach Tom Kristensen, der seinen Audi A4 in Mugello auf den Namen "Edelweiß" taufte, hat nun auch Timo Scheider einen liebevollen Kosenamen für seinen Dienstwagen gefunden. "Zu diesem Auto, zu dem ich gern \'Raketenwagen\' sage, habe ich mittlerweile ein ganz besonderes Verhältnis", schwärmte Scheider nach dem vierten Saisonlauf - konnte sich der Sieger von Oschersleben mit Platz zwei doch bestens arrangieren.

"Drei Punkte Vorsprung in der Meisterschaft sind ein gutes Gefühl. Mit Paul di Resta hat, was die Meisterschaft betrifft, der aus unserer Sicht richtige Mercedes gewonnen. Gratulation zu diesem Wochenende. Er hat den Sieg verdient", schließt sich Scheider den Lobeshymnen auf den Schotten an. Doch auch der Leistung seiner eigenen Mannschaft spricht er ein Kompliment aus: "Wir haben ein hartes Rennen erwartet nach den Erfahrungen der Vergangenheit - und angesichts des Gewichtsnachteils. Aber das heutige Ergebnis ist perfekt für Audi."

Wie beinahe schon gewohnt präsentierte sich Timo Scheider auch heute als Zugpferd im Lager der Ingolstädter. Nur zwischenzeitlich geriet der Lahnsteiner unter teaminternen Druck. "Leider habe ich durch Bruno, der anfangs sehr langsam war, hoffen müssen, dass ich nicht in eine Berührung verwickelt werde und alle Flügel am Auto bleiben", beschreibt Scheider gegenüber der adrivo Sportpresse, "dann jedoch konnte ich mich freischwimmen von Eki." Dennoch habe er sich während des Rennens keine Ruhepause gönnen können - und musste über 52 Runden hinweg pushen.

Das Dauergrinsen Timo Scheiders hielt auch während des Wochenendes auf dem EuroSpeedway weiter an - zeigte doch auch der vierte Saisonlauf, dass er seine Hochform manifestiert hat: "Wenn mir vor der Saison jemand gesagt hatte, dass ich einer der Jungs bin, die sich an der Meisterschaftsspitze etablieren, hätte ich mir das zwar gewünscht, aber wäre nicht davon ausgegangen. Mit diesem starken Paket macht es zurzeit richtig Spaß."

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