Oschersleben. Für Ralf Schumacher geht es rund. Vor seinem ersten DTM-Rennen am Sonntag ( 14 Uhr / live in der ARD ) in Hockenheim hat der neue Mercedes-Star in nur wenigen Wochen sehr viel lernen müssen, vor allem, wie man in der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft mit den Dunlop-Einheitsreifen sicher über die Runden kommt.

Laut " Schumi II " ist ein Vergleich mit den Formel-1-Gummis kaum möglich. " In der DTM müssen die Reifenentwickler mit ganz anderen Voraussetzungen arbeiten : beispielsweise mit dem Fahrzeuggewicht, das mehr als 400 Kilo über dem der Formel 1 liegt ", sagte der 32-J ährige.

Schumacher fährt in seiner Debüt-Saison einen " gebrauchten " Silberpfeil, um so den Druck des Siegens von ihm zu nehmen. Das Gripverhalten, also die Haftung der Reifen auf der Rennstrecke, sei eigentlich wie in jeder anderen Rennserie, beschreibt der Neuling seine bisherigen Eindrücke mit den schwarzen Dunlop-Walzen : " Man kann eine oder maximal zwei schnelle Runden fahren, dann ist der Reifen eine zeitlang recht konstant. "

Eine Woche später geht es dann in der Motorsport Arena vor den Toren Oscherslebens in das zweite Rennen der Serie. Tom Kristensen will in seinem Audi den im Vorjahr herausgefahrenen Titel gegen die Armada der C-Klassen-Mercedes’ mit Rekordmeister Bernd Schneider und gegen die Konkurrenz der anderen Audis verteidigen. " Wenn der neue A 4 DTM so schnell ist wie er aussieht, bin ich zufrieden ", meinte der Schwede Kristensen – Gesamtsieger 2004 und 2007 – bei der Präsentation des Audi im Automobilsalon von Genf.

In Oschersleben ist die Poleposition von besonderer Bedeutung, denn der kurvenreiche Kurs bietet nur an wenigen Stellen die Möglichkeit, an der Konkurrenz vorbeizuziehen.

Einen besonderen Reiz bekommt das Rennwochenende in Oschersleben durch einen Formel-1-Gast. Sebastian Vettel wird in seinem Toro-Rosso-Ferrari auf dem Kurs ein paar Demonstrationsrunden drehen und den Fans Autogramme geben. In Oschersleben kennt man Vettel noch von den Rennen der Formel BMW ADAC, wo er 2004 den Titel holte.