Damit hatte bei Mercedes am Samstag niemand gerechnet: Zwei Fahrer auf dem Podium, einer ganz oben. Mika Häkkinen schaffte die überraschende Aufholjagd.

Mika Häkkinen:
Ein unglaubliches Wochenende. Ich kann mich nicht erinnern, jemals vom 15. Startplatz gewonnen zu haben. Danke an mein Team für ein perfektes Auto und die optimale Boxenstrategie, die mich nach vorn gebracht hat. Ich freue mich nicht nur für mich, sondern auch für Mercedes-Benz und mein gesamtes Team.

Paul di Resta:
Nach der schlechten Ausgangslage mit Platz elf im Qualifying ein sehr gutes Ergebnis. Allerdings hat sich schon im Warm-up angedeutet, dass es heute besser laufen würde. Ich freue mich sehr, vor allem, weil in der Meisterschaft weiterhin alles offen ist.

Bruno Spengler:
Ich bin mit dem vierten Platz noch zufrieden. Zwar war heute auch ein Podiumsrang drin, doch nach der Safety-Car-Phase kam ich nicht weiter nach vorn. Zum Schluss habe ich die Reifen geschont und nichts mehr riskiert ? die fünf Punkte sind wichtig im Kampf um die Meisterschaft.

Daniel la Rosa:
Ich freue mich riesig. Mein Auto wurde im Laufe des Rennens immer besser, unsere Jungs haben super gearbeitet und unsere Strategie hat gepasst. Danke an mein Team.

Susie Stoddart:
Ich bin glücklich, dass ich erstmals in diesem Jahr in die Top-ten fuhr. Im Gegensatz zu gestern hat heute alles für mich gepasst.

Bernd Schneider:
Mir ist gleich nach dem Start einer der Audi voll ins Auto gefahren. Ich unterstelle keine Absicht, aber ich hatte danach starkes Untersteuern. Heute war sicherlich viel mehr für mich drin als der elfte Platz.

Mathias Lauda:
In der Anfangsphase habe ich mit den Reifen Dreck aufgesammelt und brauchte vier Runden, bis ich wieder guten Grip hatte. Zum Schluss brach vorne rechts die Aufhängung und das war´s.

Gary Paffett:
Das Auto lief super und ein Platz in den Punkten war möglich. Dann verlor ich beim Boxenstopp während der Safety-Car-Phase etwas Zeit, weil nicht alle Fahrer gleichzeitig abgefertigt werden konnten, und fiel auf Rang elf zurück. Dann wurde ich von dem sich drehenden Martin Tomczyk getroffen, wodurch mein Auto so stark beschädigt wurde, dass ich aufgab.

Alexandros Margaritis:
Trotz meines Ausrutschers gleich nach dem Start lief mein Rennen gut. Dann fuhr ich einmal zu weit über die Kerbs, danach war das Auto nur noch schwer zu kontrollieren und kurz darauf rutschte ich von der Strecke in die Reifenstapel.

Jamie Green:
Das Rennen hat für mich gut begonnen. Ich hatte sogar das Gefühl, etwas schneller fahren zu können als Bruno vor mir. Dann fuhr ich einmal zu hart über die Kerbs und bei der Landung brach die Aufhängung vorne links. Dadurch fuhr ich ins Kiesbett.

Norbert Haug, Mercedes-Benz Motorsportchef:
Glückwunsch an Mika zu seinem zweiten Saisonsieg in den letzten vier Rennen. Wer hätte gestern gedacht, dass er hier vom 15. Startplatz aus gewinnt. Mika hatte zwar nicht das schnellere Auto, aber er hat kühlen Kopf bewahrt. Das Timing seines zweiten Boxenstopps war genau richtig, bevor in der Runde darauf das Safety Car auf die Strecke fuhr. Am Norisring war er das Opfer der Safety-Car-Phase, hier hat er davon profitiert. Die HWA-Mannschaft um Gerhard Ungar und Hans-Jürgen Matheis hat heute eine klasse taktische Leistung gezeigt. Schade für Bernd. Er hätte einen Podiumsplatz erzielen und in der Meisterschaft weiter vorn liegen können, aber sein Auto wurde von einem Konkurrenten in der ersten Runde touchiert und beschädigt. Wir haben heute ein großes Rennen gesehen und der Veranstalter hat erstklassig gearbeitet. Vielen Dank dafür, auch an Streckenbesitzer Ferrari, die diesen Event hervorragend unterstützt haben und dafür ein Formel-1-Auto mit Luca Badoer zu Demonstrationsrunden fürs Publikum abgestellt haben. Audi war heute schneller als wir, umso wertvoller ist Mikas Sieg.

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