Die Voraussetzungen für den zweiten Audi-Saisonsieg könnten nicht besser sein. Dennoch bereiten Sportchef Dr. Wolfgang Ullrich die Reifen noch Kopfzerbrechen.

Ausgerechnet Heinz-Harald Frentzen war bis zum heutigen Tage der Letzte gewesen, der einen Audi A4 DTM auf die Pole Position stellte. Neun Monate nach der damaligen Sensations-Pole des Mönchengladbachers folgten die heutigen Startpositionen aus Sicht von Audi-Sportchef Dr. Wolfgang Ullrich nicht ganz überraschend: "Jetzt sind weit weg von Ingolstadt - aber immerhin in der schönen Toskana. Hier hat seit dem ersten Tag alles gepasst. Gerade nach den Resultaten vom Norisring ist das ein tolles Ergebnis..."

Dass die Ingolstädter gleich das gesamte erste Viertel der Startaufstellung unter Beschlag nahmen, hätte in dieser Form allerdings selbst Ullrich nicht erwartet. "Wir haben eine extrem starke Teamleistung gezeigt. Unsere Jungs fahren eine sehr ähnliche Pace, da sollten sie sich im Rennen nicht gegenseitig im Weg stehen", blickt der Österreicher bereits auf den morgigen Tag, an dem sich auch für Audi das Problem des enorm hohen Reifenverschleißes stellt.

Mit gelungener Abstimmungsarbeit will Audi bis morgen eine Lösung finden. "Jetzt müssen wir für morgen nur noch ein Setup finden, mit dem man auf den Runden zwischen den Boxenstopps gut über die Distanz kommt", hofft Dr. Wolfgang Ullrich, der einen dritten Reifenwechsel als schlechte Alternative sähe: "Wenn man in die Position kommt, dass man einen dritten Boxenstopp braucht, ist das ein Riesenproblem - so wird man nicht vorne dabei sein können..."

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