Mindestens auf Rang zwei, vielleicht sogar auf der obersten Stufe des Podests hätte das Rennen für Mika Häkkinen enden können. Wäre da nicht...

Für Mika Häkkinen war der fünfte Saisonlauf so etwas wie ein zweites Lausitz-Rennen - mit noch schlimmerem Ausgang: Wurden damals auf Grund der chaotischen Zustände rund um die Safety-Car-Phasen seine zehn Punkte für den Sieg halbiert, so rutschte der Finne diesmal nach dem Einsatz des ungeliebten Sicherheitsfahrzeugs gleich ganz aus den Punkten. Dabei hatte Mika Häkkinen mehr als nur einen guten Willen gezeigt: Nachdem ihn das silberne Vehikel mit den gelben Leuchten erneut als Führenden versehentlich passieren ließ, ließ Häkkinen es wenig später geistesgegenwärtig zurücküberholen...

"Das ganze Wochenende - die Tests am Samstag, am Sonntag, das Qualifying, das Warm-up - war absolut fantastisch. Das Team hat tolle Arbeit geleistet, die Balance des Autos war exzellent", berichtet Häkkinen gegenüber der adrivo Sportpresse vom so viel versprechenden Beginn des Wochenendes, das im Rennen zunächst harmonisch zu enden schien: "Das Rennen begann gut, ich lag sicher auf dem zweiten Rang, konnte die Bremsen und das Auto schonen. Doch dann die Taktik - ich war einfach Opfer der Umstände."

Nachdem die Boxengasse gemäß den aktuellen Regeln während der Gelbphase geschlossen blieb, wurde Mika Häkkinen als Letzter aus dem HWA-Quartett abgefertigt - und rutschte so am Ende aus den Punkten. Die Enttäuschung darüber, nach dem vierten Startplatz in Reihe eins in Folge erneut zu scheitern, war dem Finnen anzumerken: "Ich habe mit meinem Team darüber gesprochen, aber das ändert nichts mehr am Ausgang des Rennens. Man hat versucht, mich aus dem Verkehr herauszuhalten, aber letztlich ist alles schief gegangen."

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