Magdeburg l Sportchef Mario Kallnik hat in Abstimmung mit Trainer Jens Härtel festgelegt, dass sich der FCM-Tross schon am Freitagvormittag auf den Weg Richtung Hessen macht. Übernachtet wird in Frankfurt. Wo genau, wollte Kallnik nicht verraten. Die Verantwortlichen lassen nichts unversucht, damit sich die Mannschaft in aller Ruhe auf das Relegations-Rückspiel konzentrieren kann.

"Frühzeitig anzureisen macht durchaus Sinn, denn man darf nicht vergessen, dass uns eine rund sechsstündige Busfahrt bevorsteht", sagte Kallnik und fügte schmunzelnd hinzu: "Es wird garantiert nicht so kommen, dass wir uns in diesen zwei Tagen auf die Ketten gehen."

Dadurch, dass noch Trainingseinheiten absolviert werden, dass Massagen und Regeneration anstehen, dass das Hinspiel intensiv per Video ausgewertet wird und dass sich alle gemeinsam das DFB-Pokalfinale am Sonnabendabend anschauen, ist für genügend Abwechslung gesorgt. Für den Showdown am Bieberer Berg setzt der 40-Jährige vor allem darauf, dass es gelingt, ein Tor zu schießen. Dann würde sogar eine 1:2-Niederlage, wonach bei Torgleichheit Auswärtstreffer doppelt zählen, reichen (Europapokal-Modus). Kallnik traut das den Blau-Weißen zu: "Wir sind auswärts immer für ein Tor gut."

Und wie beurteilt er generell den Auftritt der Kickers in Magdeburg? "In der ersten Halbzeit hat man nicht viel von ihnen gesehen. Ich glaube, sie sind in ihrer Staffel noch nie so intensiv bespielt worden. Nach der Pause ergab sich ein anderes Bild. Da hat Offenbach deutlich zugelegt."

Sein Fazit: "Es wird brutal eng. Uns erwartet ein richtig heißer Tanz." Der bei allen Beteiligten an der Substanz zehrt. Kallnik: "Dadurch, dass es bei null wieder losgeht, ist es gefühlt wie eine neue Saison."