Magdeburg l Während derzeit die europäische Handball-Elite in Dänemark den EM-Champion ermittelt, ist der Fokus der bekanntlich nur zuschauenden deutschen Mannschaft um Bundestrainer Martin Heuberger einzig auf die für sie zukunftsweisenden Playoffs für die Weltmeisterschaften 2015 in Katar gerichtet. Und hierbei spielt die Handball-Hochburg Magdeburg höchstwahrscheinlich eine eminente Rolle. Denn in der Getec-Arena sollen nach dem Willen von Bob Hanning, dem neuen Vizepräsidenten des Deutschen Handballbundes (DHB), das Playoff-Heimspiel gegen den im Moment noch unbekannten Gegner stattfinden. SCM-Manager Marc Schmedt bestätigte am Dienstag der Volksstimme eine dementsprechende Anfrage.

Hanning selbst erklärte seine "Vorliebe" zu Magdeburg so: "Ich möchte das Heimspiel ganz bewusst nach Magdeburg legen. In den Osten. Weil es da ein sehr enthusiastisches Publikum gibt, mit einer hohen Kompetenz. Bei diesem Spiel brauche ich Druck auf dem Kessel. Da muss jeder Zuschauer wissen, was er zu tun hat", so der 45-Jährige.

Zwar gibt es noch keine offizielle Bestätigung, aber Schmedt habe nach einem Telefonat mit Hanning die Getec-Arena "für die beiden infrage kommenden Spieltermine im Juni vorsorglich geblockt". Er freue sich, dass Magdeburg offensichtlich durch die sehr gut besuchten Länderspiele gegen Ungarn (2012) und Slowenien (2013) zwei tolle Visitenkarten abgegeben hat: "Wir würden sehr gerne Gastgeber für das elementar wichtige Playoff-Spiel sein. Ich betrachte Hannings Ansinnen, dort zu spielen, wo seiner Meinung nach die beste Handball-Stimmung herrscht, auch als Würdigung unseres tollen Publikums."