Gommern (bjr) l Die Umschreibung "zum Vergessen" trifft es mit Blick auf die Hinrunde des SV Eintracht Gommern in der Landesklasse, Staffel II, wohl ziemlich gut. Lediglich ein Punkt trennt das Team zum Jahreswechsel von der Abstiegszone. Nun liegt es am runderneuerten Kader und dem dreiköpfigen, ebenfalls neu installierten Trainerteam (Volksstimme berichtete), das für Gommeraner Verhältnisse schier Unvorstellbare abzuwenden: den Absturz in die Fußballwelt jenseits des Landesmaßstabs.

Dabei waren die Mannschaft und ihr mittlerweile geschasster Trainer Bodo Thiele nicht zu beneiden. Querelen hinter den SVE-Kulissen, anhaltendes Verletzungspech und unglückliche Spielverläufe trugen erheblichen Anteil daran, dass die Gommeraner die schwächste Hinrunde der jüngeren Vereinsgeschichte hinlegten. Zwar rangieren die Ehlestädter mit sieben Niederlagen auf dem Niveau der Plätze acht und neun, doch die Bilanz von zwei Siegen aus 14 Spielen entspricht der eines potenziellen Absteigers. Nur gegen den SV Arminia Magdeburg (4:2) und überraschenderweise erneut bei Germania Olvenstedt (2:1) punktete die Eintracht voll.

In der Bewertung jener bislang erzielten fünf Remis halten sich glückliche Punktgewinne wie das 0:0 in Niegripp und gefühlte Niederlagen wie beim 3:3 nach 3:0-Führung gegen Wolmirstedt die Waage. Indes dürfte es aufgrund der Drei-Punkte-Regel schwierig werden, nur anhand von kleinen Teilerfolgen die Klasse zu halten.

Folglich wartet auf die Gommeraner, die am Sonnabend im Test bei Grün-Weiß Piesteritz II erstmals ihr neues Gesicht präsentierten, eine Herkulesaufgabe. Ob der neue Kader um die drei Neuzugänge Robert Isensee, Florian Schulze und Marcel Wipper und etliche A-Junioren die Qualität hat, die Klasse zu halten, wird sich zeigen. Doch auch wenn das Unterfangen gelingt - an die Hinrunde 2013/2014 wird sich wohl in Zukunft niemand gern beim SVE erinnern.