Aschersleben (fna) l Wenn es läuft, darf man auch mal Spaß haben. Dass Steven Peseke nun ausgerechnet der "Leidtragende" war, wird er verschmerzen können. Schließlich war er nach seinem Hattrick innerhalb von 17 Minuten maßgeblich am 5:1 (1:1)-Erfolg des Burger BC beim SV Lok Aschersleben beteiligt. Als er kurz vor dem Ende nun eine Chance ausließ, sah sich Trainer Hartmut Müller "genötigt", den Stürmer des Fußball-Landesligisten 24 Minuten nach der Einwechslung wieder vom Platz zu nehmen.

"Mir ging es in erster Linie um die Hereinnahme von Rajko Schmuck", erklärte der Coach. Dieser habe sich angesichts der Personalnot schließlich ebenso in den Dienst der Mannschaft gestellt wie Sebastian Bossmann. Und Schmuck fügte sich nahtlos in die "Jokerliste" ein. Er bereitete nämlich den fünften Treffer des BBC durch den ebenfalls eingewechselten Aron Pfennighaus per Kopfball-Verlängerung vor.

Doch so reibungslos wie in den zweiten 45 Minuten lief es nicht im gesamten Spiel. Nach dem Anpfiff waren die Gäste zwar tonangebend, doch sie hatten Probleme, sich auf den Kunstrasen einzustellen. "Wir waren nicht zwingend genug", hatte Müller beobachtet. Gegen tief stehende Ascherslebener tat sich Burg lange schwer, ließ im Abschluss die Konsequenz vermissen. Auf die Abwehr war aber Verlass. Bis auf eine Möglichkeit (15.) wurde nichts zugelassen. "Bis dahin hatten wir aber auch gute Chancen."

Der BBC setzte wie gewohnt auf sein Flügelspiel, das schließlich auch die 1:0-Führung vorbereitete. Mathias Herms setzte sich zur Grundlinie durch und konnte nur durch ein Foul im Strafraum gestoppt werden. Den Elfmeter verwandelte Bastian Benkel. Den einzigen Fehler in der Defensive nutzte Lok zum Ausgleich. Nach einem Einwurf rutschte der Ball durch die Abwehr, dann gab es ein Foul und erneut Elfmeter. Tobias Große traf.

Nach dem Wechsel blieb Burg am Drücker, allerdings war vorn zu wenig Bewegung und Druck, sodass Peseke eingewechselt wurde. Der markierte praktisch mit seinem ersten Ballkontakt nach einer Ecke die 2:1-Führung, weil er am schnellsten reagierte. Dann lief es für Burg und das Team hatte sich den Spaß verdient.

Burg: Krüger - Herms, Krüger, Siemke, Plünnecke, Benkel, Lindenblatt, Schulz, Zimmer, Schäfer (61. Peseke, 85. Schmuck), Dlusinski (81. Pfennighaus)

Tore: 0:1 Bastian Benkel (22. FE), 1:1 Tobias Große (31. FE), 1:2, 1:3, 1:4 Steven Peseke (61., 75., 78.), 1:5 Aron Pfennighaus (90.); SR: Stefan Cordes, ZS: 72