Bühne frei für das nächste Highlight: Mit dem SSV 80 Gardelegen empfangen die Landesoberliga-Volleyballer vom Burger VC 99 morgen um 15 Uhr ein Team, dass sich noch Hoffnungen auf den Titelgewinn macht. Im letzten Heimspiel der Saison baut der Außenseiter auf seine Fans, um für eine Überraschung zu sorgen.

Burg (rgä/bjr) l Zusätzliche Motivationsspritzen mussten in der zurückliegenden Trainingswoche bei den Burgern nicht verteilt werden. Dafür sorgten allein die Ansetzung und der Fakt, dass der BVC zum Abschied von seinem Heimpublikum noch einmal jene Rolle einnimmt, aus der heraus er in dieser Spielzeit schon für so manche Überraschung gesorgt hat. "Alle freuen sich auf das Duell gegen diese Top-Mannschaft. Unser Gegner verfügt über eine sehr angriffsstarke Mannschaft, die seit der Vorsaison oben mitspielt und sicherlich mit dem Aufstieg liebäugelt. Wir müssen uns auf unsere Stärken konzentrieren und auch mental topfit in die Partie gehen", blickt etwa Diagonalangreifer Hendrik Kliefoth auf die Begegnung voraus.

Gegen die noch intakten Titelambitionen der Altmärker hält sein Team das Selbstvertrauen einer fünf Spiele währenden Siegesserie. Dabei wurden sowohl die starken "Studenten" vom USC Magdeburg II auswärts deutlich mit 3:0 in die Schranken gewiesen als auch dem Spitzenteam Anhalt Volleys eine Niederlage in der Burger Heimstätte beigebracht (3:1). Trotz des zu erwartenden harten Fights gegen Gardelegen werden die Burger gewiss nicht ehrfürchtig ans Netz gehen. "Das wird sicher ein hochklassiges Spiel", ist Interimscoach Sebastian Behr überzeugt. "Im Hinspiel haben wir in Gardelegen recht achtbar gespielt", erinnert er an die knappe 2:3-Niederlage.

Die Stimmung im Team ist natürlich bestens. Dazu trug auch das überraschende Comeback von Mittelblocker Kevin Jasper gegen die USC-Reserve bei. Wenn dann auch die Ergebnisse passen - umso besser. Bekanntlich hat der BVC 99 mit dem MTV Wittenberg auch vor rund einem Monat einen der Aufstiegsfavoriten geärgert (2:3). Die zurückliegenden Wochen brachten also die Erkenntnis, auch gegen die Top-Teams der Landesoberliga etwas ausrichten zu können.

Diesen Schwung gilt es in die abschließenden zwei Spiele der Saison mitzunehmen. Der Tabellenzweite aus der Hansestadt wird sich dabei morgen Nachmittag keinen weiteren Ausrutscher leisten wollen, gab er doch vor zwei Wochen nach dem wohl schwächsten Heimauftritt beim 1:3 gegen Fortuna Ballenstedt die Tabellenspitze an die Wittenberger ab. Um seine Minimalchance zu wahren, ist der SSV in der Stadt der Türme auf drei Zähler angewiesen. Widerstand der Hausherren ist allerdings vorprogrammiert, wie Behr abschließend verspricht: "Wir müssen Gas geben und das Bestmögliche herausholen."