Haldensleben/Burg (okr). Keine Ideen, keine Variabilität, kein Zweikampfverhalten - trotz des 1:0-Sieges beim Tabellenletzten Haldensleber SC II zeigte der Burger BC am Sonnabend seine "schwächste Saisonleistung", wie Trainer Hartmut Müller bilanzierte.

Ihm und seinem Trainergespann kamen die 90 Minuten an der Seitenlinie "wie eine Strafe vor". Zwar sprach er seinem Team den Willen, das Spiel zu gestalten, nicht ab, mehr Positives gab es aber nicht zu sehen. Der BBC beherrschte gegen einen defensiv agierenden Gegner das Geschehen, entwickelte aber nach vorne keine Durchschlagskraft. Einfachste Pässe landeten im Nirgendwo, taktisch hielten sich die Spieler nicht an die Vorgaben. "Wir haben in der ersten Halbzeit vielleicht dreimal aufs Tor geschossen, aber richtige Chancen waren das nicht", sagte Müller.

Nach der Pause setzte sich die müde Partie fort. Dabei hätte die 1:0-Führung durch Franz Zimmer, der bezeichnend per Fernschuss traf (68.), wie eine Befreiung wirken sollen. Es kam anders. Die Burger überließen den Platzherren im Mittelfeld die Hoheit, sodass sie bei ein, zwei Schüssen fast noch den Ausgleich erzielt hätten. Auf der anderen Seite besaß Steven Peseke die riesen Chance zum 2:0, aber er scheiterte freistehend (88.).

"Vielleicht haben sie sich die Aufgabe zu einfach vorgestellt, vielleicht war für einige der Druck zu hoch. Das müssen wir noch analysieren", so das Fazit von Müller.

Für ihn und sein Team geht es auch über die Osterfeiertage stramm weiter: Am Sonnabend reist der BBC zum SV Viktoria Uenglingen. "Da erwarte ich von allen eine Steigerung."

Burger BC: Krüger - Eschholz, Gädke, Schäfer, Lindner, K. Buchheim, Damczyk, Zimmer (90. Blankenburg), Schmidt (78. Nabel), Becker, Peseke