Nichts war es mit der erhofften Wende im Abstiegskampf. Im Duell "Letzter gegen Vorletzter" haben die Landesliga-Fußballer der SG Gerwisch am Sonnabend mit 0:3 (0:2) bei Stahl Thale verloren. Beide Teams tauschten die Plätze.

Thale (hpl/bjr). Und über allem in diesem Spiel steht die Frage: "Was wäre, wenn?" Was wäre zum Beispiel, wenn binnen der ersten fünf Minuten nicht zweimal ein Thalenser Spieler auf der Linie geklärt hätte? Dann hätten die Gerwischer mitunter aus einer frühen Führung heraus sicherer agieren können. Oder was wäre, wenn SG-Schlussmann Stefan Huhn nicht den entscheidenden Moment gezögert hätte? Dann hätte Alexander Lucas vielleicht nicht das 1:0 erzielt (5.).

Doch wird schnell klar: In diesen Sätzen versteckt sich der Konjunktiv einmal zu oft. Entscheidend ist der Ist-Zustand und dieser beschreibt, wie ein Schuss von Marcus-Antonio Bach über das Tor ging, während auf der Gegenseite Andy Drechsel aus der Drehung zur 2:0-Führung vollendete (19.). Angesichts dieser kalten Dusche war die Stimmung der Blau-Weißen schon vor der Halbzeit auf dem Tiefpunkt angekommen, hatte man sich doch vorgenommen, gegen Thale zur großen Aufholjagd zu blasen. Derart geschockt brachte die SG bis zum Pausenpfiff nichts mehr zustande.

Mit Wiederbeginn wurde deutlich, woran die Mannschaft bereits seit geraumer Zeit krankt: Gerwisch spielte gut mit, erarbeitete sich Chancen, vergaß es aber, sich für seine Mühen auch mit Toren zu belohnen. Erst nahm sich Mathias Herms ein Herz, schob aber am langen Pfosten vorbei (49.). Wenig später war es Philipp Baumgartl, der den Ball neben das Tor setzte. Auch Tino Raugust krönte seinen Alleingang nicht mit dem Anschlusstreffer (55.).

Nachdem nun auch Thale vermehrt vor dem Strafraum der Gäste auftauchte, war es den "Stählernen" vorbehalten, den letzten Treffer zu erzielen. Erneut Drechsel setzte den Schlusspunkt zum 3:0 (88.).